Rechenzentrumsstrategie: Welche Knoten Wildberger durchschlagen konnte

17. März 2026
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Rechenzentren in Deutschland (Bitkom)

Rechenzentrumsstrategie: Welche Knoten Wildberger durchschlagen konnte. Am Mittwoch soll im Kabinett erstmals eine Rechenzentrumsstrategie beschlossen werden. „Klar ist, dass wir bei dem Thema Aufholbedarf haben“, sagte Karsten Wildberger. Bis 2030 will er die Kapazität an Rechenleistung mindestens verdoppeln. Einige entscheidende Schritte für die Beschleunigung des Baus von Rechenzentren konnte das Digitalministerium durchsetzen. Um „die notwendige Akzeptanz zur Ansiedlung von Rechenzentren vor Ort zu steigern“ soll ein neuer Schlüssel bei der Gewerbesteuer geprüft werden, von dem die Kommunen stärker profitieren.

Ein weiterer Durchbruch: das Ende des Windhundverfahrens bei den Netzanschlüssen. Für den Bau eines Rechenzentrums sind neben Glasfaserinfrastruktur und der Nähe zu Internetknoten wie dem Frankfurter DE-CIX vor allem stabile Hochspannungsanschlüsse entscheidend. Über deren Vergabe entscheiden die Netzbetreiber. Die Antragsverfahren waren durch eine spekulative Blase der Batteriespeicherbetreiber blockiert, die teilweise ohne konkrete Bauvorhaben massenhaft Anträge eingereicht haben. Die Netzbetreiber mussten sie bislang im sogenannten „Windhundverfahren“ per Datumsprinzip abarbeiten. In Zukunft will die Regierung ein neues Verfahren nach Reifegradprinzip vorlegen. Offen bleibt bisher, ob die Nutzung von Abwärme in Zukunft Bedingung für einen Bau ist. Wie Deutschland im internationalen Vergleich dasteht und wo die Rechenzentren stehen, lesen Sie im CEO.Table. Leonard Schulz

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Letzte Aktualisierung: 17. März 2026