Ein Fünftel der Selbstständigen sieht die eigene Existenz bedroht

CB
20. Mai 2026
Existenzangst auf Höchststand. Zur Darstellung von Grafiken und Karten aktivieren Sie bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings.

Die Stimmung unter Solo-Selbständigen und Kleinstunternehmern ist auf ein Rekordtief gefallen. Im April brach der monatlich veröffentlichte Jimdo-ifo Geschäftsklimaindex um 9,1 auf minus 29,9 Punkte ein. Zugleich sinkt die Geschäftserwartung um 10,2 Punkte. Die gefühlte Existenzbedrohung erreicht mit 20,6 Prozent den höchsten bislang gemessenen Wert. Besonders im Dienstleistungssektor fällt das Geschäftsklima (minus 9,8 Punkte).

In der Gesamtwirtschaft sinkt der Index um 4,2 auf minus 15,6 Punkte, den niedrigsten Stand seit 2020. Auch der Auftragsmangel verschärft sich erheblich. Fast jeder zweite Selbstständige (48,4 Prozent) ist von der anhaltend schwachen Nachfrage betroffen. Infolge inflationsbedingter Konsumzurückhaltung verschlechtert der Einzelhandel seine Lageeinschätzungen und Erwartungen.

Hinzu kommt die verstärkte Unsicherheit. Nach eigenen Angaben finden 80,6 Prozent der Selbstständigen Einschätzungen für die zukünftige Entwicklung schwierig. Das Münchener Ifo-Institut befragt für den Indikator in Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen Jimdo monatlich etwa 1.800 Selbstständige beziehungsweise Kleinstunternehmen mit bis zu neun Mitarbeitenden. Carlotta Bonnemeier

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Letzte Aktualisierung: 20. Mai 2026