10. März 2026 Must-Reads

10. März 2026

FAZ: Koalition uneins über schärfere Regeln für Mitarbeiter. Die schwarz-rote Koalition will die Regeln für Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten verschärfen. Im Fokus stehen sogenannte Über-Kreuz-Beschäftigungen, bei denen Abgeordnete Verwandte von Parlamentskollegen anstellen. Union und SPD sind sich über ein Verbot im Bundestag einig, streiten aber darüber, ob auch Verbindungen zu Landtagen und dem Europaparlament erfasst werden sollen. Zudem ist offen, ob künftig auch unverheiratete Partner von Abgeordneten von solchen Beschäftigungen ausgeschlossen werden. („Koalition uneins über Regeln für Mitarbeiter von Abgeordneten“)

Tagesspiegel: SPD lehnt neue BKA-Befugnisse ab. Die von Innenminister Alexander Dobrindt geplanten neuen Möglichkeiten zur Cyberabwehr stoßen beim Koalitionspartner SPD teilweise auf Widerstand. „Hackbacks im Sinne eines digitalen Gegenangriffs lehne ich ab“, sagt der SPD-Innenpolitiker Johannes Schätzl. Dobrindts Gesetzentwurf sieht vor, dass Sicherheitsbehörden wie das BKA Daten auf fremden Rechnern löschen oder verändern und sogar selbst Malware verbreiten dürfen. („Widerstand gegen Dobrindts Cyberpläne“)

SZ: Bürgermeisterwahl in Paris. Der Kampf um das Pariser Rathaus spitzt sich zu: Mit Rachida Dati tritt eine der beliebtesten und gleichzeitig unbeliebtesten Politikerinnen Frankreichs gegen das linke Lager an, das die Hauptstadt seit 25 Jahren prägt. Die frühere Kulturministerin, von Gegnern „Bulldozer“ genannt, verspricht Ordnung, Sicherheit und einen Kurswechsel nach Jahren radikaler Verkehrs- und Stadtpolitik. Ihr wichtigster Rivale, der Sozialist Emmanuel Grégoire, verteidigt das ökologische Umbauprojekt der Linken. Über der Wahl schwebt zudem ein Korruptionsprozess gegen Dati, der ihren möglichen Sieg schnell wieder zunichtemachen könnte. („Wem gehört Paris?“)

Handelsblatt: Trump droht im Iran zu scheitern. Im Interview warnt der Politologe Herfried Münkler, der Krieg zwischen den USA und Iran könne sich zu einem regionalen Flächenbrand ausweiten. Donald Trump drohe dabei politisch zu scheitern, weil das iranische Regime auf Zeit spielen und einen langen Krieg einkalkulieren könne. Ein Sturz der Führung in Teheran aus der Luft sei zudem kaum realistisch und könnte im schlimmsten Fall Chaos und Bürgerkrieg auslösen. Zugleich sieht Münkler die Weltordnung zunehmend von Machtpolitik geprägt – und warnt vor einer Ära „gewaltaffiner Unordnung“. („Trump droht im Iran auf ganzer Linie zu scheitern“)

Briefings wie Berlin.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden

Letzte Aktualisierung: 10. März 2026