Strategiepapier: CDU positioniert sich denkbar kritisch zur AfD

21. Mai 2026

Strategiepapier: CDU positioniert sich denkbar kritisch zur AfD. Unter dem Titel „Abstieg für Deutschland. Keine Alternative“ beschreibt die CDU die AfD als „demokratieschädlich, antisemitisch und völkisch“. Die AfD sei „kein konservativer Wettbewerber und keine bürgerliche Partei“, heißt es in der Broschüre aus dem Konrad-Adenauer-Haus. Unterlegt werden die Einordnungen mit Originalzitaten prominenter AfD-Politiker. Die AfD wolle Europa zerschlagen, Deutschland abschotten und sich Autokraten anbiedern. Zu den vielen Belegen des Papiers gehört ein Zitat von Alice Weidel, die über die Regierung sagte: „Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der­ Siegermächte des 2. WK.“

Für die CDU arbeitet die AfD an der Abschaffung der Demokratie. Sie nutze Drohungen statt Debatten, wolle die Verantwortung für die deutsche Geschichte tilgen. „Ganz offen bekennt sich die AfD dazu, Millionen Menschen de­portieren­ zu wollen – auch deutsche Staatsbürger.“ Deutschland solle ein Land der ethnisch Gleichen werden: „Weiß, einheitlich und ohne Migrationshintergrund“. Es gehe um pauschale Angstmache und Ausgrenzung. „Menschen sollen zu Feind­bildern und Untergangsstimmung zum Dauerzustand werden.“ AfD-PGF Bernd Baumann erschien als Reaktion darauf empört vor der Parteizentrale, was die CDU filmte und unter dem Titel „AfD bekommt Panik“ online verbreitete. Franziska Klemenz

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Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026