2. April 2026 Must-Reads

02. April 2026

Tagesschau: Debatte um EU-Beistandsklausel. Die EU-Kommission will eine Klausel aus dem EU-Vertrag wiederbeleben, die zu gegenseitiger Hilfe bei Angriffen verpflichtet. Bei Beratungen im März offenbarten sich zwei Lager. Manche Länder haben grundsätzliche Bedenken oder wollen sich auf die Nato fokussieren, da die EU kein militärischer Akteur sei. Andere, darunter auch Deutschland, machen Druck. („‚Noch nicht in geopolitischer Realität angekommen‘“)

Tagesspiegel: Immer weniger Jugendliche kiffen. Knapp zwei Jahre nach Inkrafttreten der Teillegalisierung hat eine von der Regierung beauftragte Forschungsgruppe herausgefunden, dass rund 70 Prozent der Jugendlichen Cannabis für schädlich hält. Seit 2019 sinkt der Anteil der 15- bis 17-jährigen, der Cannabis konsumiert. Bei den Erwachsenen hingegen steigt der Konsum seit 2021. Prominente Unionspolitiker wie Alexander Dobrindt kritisieren das Gesetz regelmäßig, unter anderem wegen des „boomenden Schwarzmarktes“ – laut der Studie schrumpfe dieser aber. („731 Tage Cannabis-Legalisierung“)

Nicht überlesen!

Zeit: Renommierter Historiker fordert ChatGPT-Boykott. Rutger Bregman glaubt an die transformative Kraft Künstlicher Intelligenz. Damit in den nächsten fünf Jahren nicht nur „ein paar verrückte Tech-Bosse“, sondern „wir alle“ die Verantwortung für diese Technologie tragen, hat er die viel beachtete Kampagne „QuitGPT“ gestartet. Europa rät er, Entwickler von Anthropic abzuwerben, um „eine gegenläufige Macht“ zu akkumulieren. („‚Wir könnten eine Welt schaffen, in der alle zu Vermögenden werden‘“)

Zeit: Warum sich die Wohnungsnot verschärft hat. Daten des Dezernats Zukunft zeigen, wie sich die Förderpolitik in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Statt Objektförderung (sozialer Wohnungsbau) dominierte die Subjektförderung (Wohngeld) – was nur die Symptome bekämpft, statt Wohnraum zu schaffen. Vermieter haben so einen Anreiz, Mieten zu erhöhen, wenn sie wissen, dass der Staat einspringt. In den sieben größten Städten stiegen die subventionierten Mieten von 2012 bis 2025 jährlich im Schnitt um 4,6 Prozent. („Wie die Wohnungskrise existenziell wurde“)

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Letzte Aktualisierung: 02. April 2026