Social Media: Grüne wollen Nutzung erst ab 14 Jahren

21. April 2026

Social Media: Grüne wollen Nutzung erst ab 14 Jahren. Das geht aus einem Positionspapier der Bundestagsfraktion hervor, das die Fraktion am Dienstag beschlossen hat. „Die Altersgrenze bietet zugleich Rückhalt und eine klare Orientierung für Eltern“, heißt es darin. Zugleich ist man gegen eine Klarnamen- und Ausweispflicht bei der Altersverifizierung. Ab 16 Jahren sollen „einzelne altersgerechte Inhalte und Funktionen“ freigeschaltet werden, ab 18 soll es dann keine Einschränkungen mehr geben. „Es braucht sichere und gut moderierte Plattformen, ohne suchtfördernde Designs und schädliche Inhalte“, weswegen Funktionen wie Autoplay und Belohnungssysteme standardmäßig deaktiviert werden sollten, forderte die Fraktion.

Knapp ein Drittel der heute 18- bis 29-Jährigen haben sexuellen Kindesmissbrauch und Grenzverletzungen im digitalen Raum erlebt. Das geht aus zwei Studien hervor, auf die sich die von der Bundesregierung beauftragte Expertenkommission bezieht. In ihrer am Montag veröffentlichten wissenschaftlichen Bestandsaufnahme steht zudem, dass besonders in der frühen Kindheit und im Jugendalter digitale Reize Reifungsprozesse beeinträchtigen können. Gleichzeitig könnten marginalisierte Jugendliche von dem digitalen Austausch profitieren. Olaf Köller, Bildungsforscher und Co-Vorsitzender der Kommission, betont daher, es gehe um einen Dreiklang aus Schutz, Befähigung und Teilhabe. Empfehlungen für die Politik will die Kommission erst im Juni vorlegen. In welchen Bereichen die Kommission Handlungsbedarf sieht und warum Eltern stärker in den Blick der Politik geraten, lesen Sie im Bildung.Table. Vera Kraft, Leonard Schulz

Briefings wie Berlin.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden

Letzte Aktualisierung: 21. April 2026