Wie Politik und Wirtschaft auf Trumps Pläne reagieren

Der US-Präsident will im Zuge der Grönland-Krise gegen mehrere Staaten Extrazölle verhängen. Eine Auswahl an Stimmen.

18. Januar 2026
Hat Zölle gegen acht Länder angekündigt: Donald Trump (picture alliance/zumapress.com/Mehmet Eser)

SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller

Europa lässt sich nicht erpressen. Die Europäische Union verfügt über erhebliches wirtschaftliches Gewicht. Dieses müssen wir nutzen und an konkreten Gegenmaßnahmen arbeiten. Jetzt ist die EU-Kommission gefordert, schnell zu handeln und eine entschlossene und geschlossene europäische Antwort vorzulegen. (Stellungnahme)

Grünen-Chefin Franziska Brantner

Das ist jetzt ein echter Adenauer-Moment – eine historische Bewährungsprobe für den Kanzler. Jetzt zeigt sich, ob er strategische Führung beweisen kann oder einknickt. Europa ist nicht schwach – Europa muss nur endlich zu seiner Stärke stehen: Wir haben Exporte, die die USA dringend brauchen. Eine Digitalabgabe auf amerikanische Tech-Giganten ist längst überfällig. Gezielte Zölle auf Produkte aus Trumps Unternehmerkreisen würden Wirkung zeigen. (Stellungnahme)

Monika Schnitzer, Sachverständigenrat Wirtschaft

Europa muss mit der klaren Ansage reagieren, dass es bereit ist, den wirtschaftlichen Preis einer Zollerhöhung für seine Souveränität zu zahlen. (Stellungnahme)

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier

Es ist angesichts der aktuellen Drohung kaum vorstellbar, die EU-Zollsätze für viele amerikanische Güter auf Null zu setzen. Außerdem müssen nun auch alle Instrumente des EU-Handelsschutzes – inklusive des Anti-Coercion Instruments (ACI) – geprüft werden. Dessen Anwendung sollte jedoch Ultima Ratio bleiben. (Stellungnahme)

VDA-Chefin Hildegard Müller

Die Kosten durch diese zusätzlichen Zölle wären für die deutsche sowie europäische Industrie – in ohnehin herausfordernden Zeiten – enorm. Schnellschüsse führen zu einer Eskalation und einer möglichen Spirale, die nur Verlierer produziert. (Stellungnahme)

VDMA-Präsident Bertram Kawlath

Wir fordern insbesondere die republikanischen Abgeordneten in beiden Häusern des Kongresses auf, ihre Macht zu nutzen und den Präsidenten in seinem expansionistischen Bestreben zu stoppen. Der wirtschaftliche Preis, den auch die USA für die Folgen im transatlantischen Handel zahlen, ist hoch und wird noch größer, wenn die Strafzollpolitik nicht aufhört. (Stellungnahme)

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Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2026