AfD-Strategie: Über den ländlichen Raum an die Macht

16. März 2026

AfD-Strategie: Über den ländlichen Raum an die Macht. Die AfD will bei der nächsten Bundestagswahl mehr als die Hälfte aller Direktwahlkreise erobern. Das will sie über die Fläche erreichen. Die AfD soll „die Partei des ländlichen Raums“ werden, schreibt Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier in einem Strategiepapier. „Raus aufs Land“ fordert er darin. Über den Plan, eigene Kneipen zu etablieren, berichtete Table.Briefings bereits. „Keine sterilen Büros, sondern multifunktionale Zentren in ehemaligen Gaststätten, Discos oder Weingütern“, formuliert Münzenmaier aus. Sein Papier bezieht sich zwar auf Rheinland-Pfalz, doch die Strategie könnte deutschlandweit Anklang finden.

Die AfD will dort ansetzen, wo andere Parteien „aufgegeben“ hätten. Münzenmaier empfiehlt ein ganz konkretes Vorgehen: Leerstehende Objekte identifizieren, Mandate nutzen, Eröffnung durch prominente Gäste für die Presse interessant machen. Danach mit niedrigschwelligem Angebot locken, mit dem „Vorfeld“ kooperieren – das ist für die AfD etwa die Identitäre Bewegung – und die Presse „nutzen“. In einer dritten Stufe geht es darum, dauerhaft die eigenen Punkte einsickern zu lassen: Die AfD als die Partei, die konkrete Probleme der Menschen wie Spritkosten im Auge hat. „Machen wir den ländlichen Raum zum Machtfaktor“, fordert Münzenmaier. Franziska Klemenz

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Letzte Aktualisierung: 16. März 2026