Henkel-CEO Knobel: Bekenntnis zum Standort Deutschland

Henkel-Chef Carsten Knobel bekennt sich trotz wachsender Herausforderungen klar zum Standort Deutschland. Mit Blick auf das 150‑jährige Jubiläum zeigte er sich überzeugt, dass Firmengründer Fritz Henkel auch heute wieder hierzulande gründen würde: „Ich denke, dass er das auf jeden Fall wieder machen würde.“ Deutschland verfüge über „sehr, sehr gute Arbeitskräfte“ und starke technologische Grundlagen. Diese Kombination bleibe ein zentraler Standortvorteil.

Zugleich verweist Knobel auf konkrete Investitionen in Deutschland. Henkel investiere jährlich rund 100 Millionen Euro in den Standort und habe in Düsseldorf ein großes Forschungszentrum für Klebstofftechnologien aufgebaut. Mehr als 150 Millionen Euro seien dort investiert worden, rund 600 Forschende arbeiten an neuen Anwendungen. Der Standort bleibe damit aus Unternehmenssicht relevant – auch für Innovation.

Gleichzeitig nennt Knobel klare Wettbewerbsnachteile. Vor allem Energiepolitik sowie Bürokratie und Regulierung in Europa bremsten Unternehmen im Vergleich zu den USA oder China. Die Diskussion über eine schleichende Deindustrialisierung sei „keine Propaganda“, sondern müsse „sehr, sehr ernst“ genommen werden. Hohe Energiekosten, zunehmende Regulierung und Wettbewerb aus Asien belasteten die Branche erheblich, einmal abgewanderte Investitionen kehrten meist nicht zurück.

Warum Henkel weniger stark unter hohen Energiekosten leidet, ob sich Kundinnen und Kunden auf steigende Preise einstellen müssen, wie Knobel die Performance der Bundesregierung bewertet und welche Angebote es zum Jubiläum für die Mitarbeitenden gibt, hören Sie im Podcast Table.Today. Michael Bröcker, Alexander Wiedmann

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Letzte Aktualisierung: 09. Mai 2026