Vorschläge der Rentenkommission: Indiskretion verärgert Kommissionsmitglieder

21. Mai 2026

Vorschläge der Rentenkommission: Indiskretion verärgert Kommissionsmitglieder. Das Gremium dementiert einen Bericht der Bild, demzufolge es sich schon auf bestimmte Punkte wie eine Rente ab 70 geeinigt habe, heftig. Zurzeit sei noch nichts entschieden, sagt die Co-Vorsitzende Constanze Janda Table.Briefings. Das legt nahe, dass entsprechende Äußerungen aus politischen Gründen lanciert wurden, um die Debatte vor der Übergabe des Berichts am 29. Juni zu beeinflussen. In der Geschäftsordnung haben sich alle Kommissionsmitglieder zur Verschwiegenheit verpflichtet. Mehrere Angefragte äußerten sich nicht oder betonten, die Kommunikation obliege den Vorsitzenden. Ein Mitglied erklärte allerdings, dass ein einheitliches Votum das Ziel sei, um es der Politik möglichst schwer zu machen, die Vorschläge nicht umzusetzen.

Kritik kommt vom Arbeitnehmerflügel der SPD. Wer sein Leben lang gearbeitet habe, dürfe „nicht mit Unsicherheit und immer längerer Arbeitszeit bestraft werden“, so die AfA-Bundesvorsitzende Cansel Kiziltepe. Auch Beamte, Anwälte und Ärzte müssten einzahlen. Dann könne man auch über eine Erhöhung des Rentenniveaus sprechen, „anstatt unser System immer weiter einzustampfen“. Laut IAB-Direktor Bernd Fitzenberger liegt der zentrale Reformhebel in einer höheren Beschäftigung Älterer. Er macht in einem Beitrag Vorschläge, welche Anreize man dafür setzen könnte. Dazu gehören höhere Abschläge bei vorgezogenen Renteneintritten und für letztere ein höheres Mindestalter. Okan Bellikli

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Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2026