2. April 2026 Heads

02. April 2026

Jacques Tilly, Karnevalist aus Düsseldorf, ist in Moskau in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht sprach ihn der Verletzung religiöser Gefühle und der Verbreitung von Falschnachrichten über die russischen Streitkräfte schuldig. Tilly hatte dem russischen Machthaber Wladimir Putin und dessen Krieg gegen die Ukraine mehrere Male Mottowagen bei Karnevalsumzügen gewidmet. Tilly sagte der SZ am Donnerstag, das Urteil sei sehr hart. Er habe aber damit gerechnet, verurteilt zu werden: „Russland ist ein Unrechtsstaat.“ (SZ)

Matthias Gastel sitzt für die Grünen im Bundestag und hat eine Initiative für eine Parlamentsgruppe zum Thema politische Bildung gestartet. Bei dem Gründungstreffen waren Abgeordnete aus allen Fraktionen außer der AfD vertreten. Die Treffen stünden allen Parlamentariern aus den demokratischen Fraktionen offen, sagte Gastel Table.Briefings. Okan Bellikli

Boualem Sansal, algerisch-französischer Schriftsteller, übernimmt die Schirmherrschaft des 26. Internationalen Literaturfestivals Berlin (ILB) im September. Sansal stehe „für Meinungsfreiheit und für eine Literatur, die gesellschaftliche und politische Verantwortung übernimmt“, begründete das ILB seine Wahl. Im November war Sansal nach einem Gnadengesuch von Frank-Walter Steinmeier vom algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune begnadigt worden. Warum Sansal in Haft saß, lesen Sie im Africa.Table. Elián Libera

Florence Brokowski-Shekete, 58, ist Schulaufsicht in Mannheim, Autorin mehrerer rassismuskritischer Bücher. Aufgezogen von einer Pflegemutter, zog Brokowski-Shekete im Grundschulalter mit ihren Eltern in deren Heimat Nigeria, ehe sie drei Jahre später nach Deutschland zurückkehren konnte. In ihrem Berufsleben stieg sie binnen zehn Jahren von einer Lehrkraft zur Schulaufsicht auf und schrieb einen Bestseller über ihre Kindheit und Jugend. Was sie an ihrer Arbeit in der Schulaufsicht schätzt und wie sie den Rassismus-Diskurs einordnet, lesen Sie im Bildung.Table. Malte Neumann

Ralph Makolla, bislang Sprecher der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag, wurde fristlos entlassen. Er soll mithilfe einer KI ein sexualisiertes Deepfake-Video einer Kollegin erstellt und in einer Chatgruppe mit dem Namen „MitGLIEDER“ geteilt haben, in der auch weitere Fraktionsmitglieder vertreten sind. Das Gruppenbild soll einen Elefanten mit erigiertem Penis darstellen. Der Fraktionsvorsitzende Sebastian Lechner brach seinen Osterurlaub ab und betonte gegenüber der Welt: „Bei frauenfeindlichen Denk- und Verhaltensweisen gibt es in der CDU null Toleranz.“ (Bild)

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Letzte Aktualisierung: 02. April 2026