28. April 2026 Must-Reads

28. April 2026

Handelsblatt: Personelle Veränderungen in Reiches Umfeld. In der Führungsebene des BMWE gibt es offenbar einen weiteren wichtigen Abgang: Mit Erik Nils Voigt könnte ein enger Vertrauter von Katherina Reiche, den die Ministerin eigentlich zum Leiter der Planungsabteilung befördern wollte, das Haus verlassen, heißt es unter Berufung auf Ministeriums-Insider; die Gründe bleiben offen. Zugleich hat Reiche aber offenbar eine neue Sprecherin gefunden: Als Leiterin der Kommunikationsabteilung ist demnach Christine Carboni im Gespräch, bislang Geschäftsführerin des Wirtschaftsrates der CDU. („Verliert Reiche einen ihrer engsten Vertrauten?“)

Welt: Höhere Steuern für Reiche sind für die Union nicht länger Tabu. Nachdem sich CSU-Chef Markus Söder am Montag in der ARD zur Gegenfinanzierung einer Senkung der Einkommensteuer offen für eine Erhöhung der Reichensteuer gezeigt hatte, kommt jetzt auch aus der CDU Unterstützung für die Idee. „Eine aufkommensneutrale Erhöhung der Einkommensteuer für besonders hohe Einkommen über 300.000 Euro bei Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen kann das Steuersystem wachstumsfreundlicher machen“, sagte Fraktionsvize Sepp Müller. Bisher hatte die Union gefordert, dass eine Einkommensteuerreform in der Summe zu Entlastung führen müsse, im Wahlprogramm hatte sie Steuererhöhungen ausgeschlossen. („In der Union steht eine drastische Kehrtwende bevor“)

Zeit: Wie Merz trotz seiner Koalition am Kipppunkt hartnäckig bleibt. Nach einem Jahr Kanzlerschaft läuft es nicht gut für Friedrich Merz. Die Koalition gerät mehr denn je ins Wanken, der Kanzler selbst wird von Tag zu Tag unbeliebter. Trotzdem ist Merz überzeugt, dass diese Regierung am Ende gelingen kann. Mariam Lau beschreibt einen Mann, dessen Hartnäckigkeit Schwäche und Stärke zugleich ist. („Und dann kam alles ganz anders“)

Spiegel: Was sich Union und SPD von der Zuckersteuer erhoffen – und was sie tatsächlich bringt. Noch vor wenigen Wochen lehnte die Union eine Zuckersteuer mehrheitlich ab. Doch vom Finanzdruck getrieben soll die Abgabe nun doch noch kommen – um die Kassen zu entlasten und den Konsum zu senken. Während um die konkrete Ausgestaltung gerungen wird, ist der Druck aus Wirtschaft und Landwirtschaft vorprogrammiert. („So würde die geplante Abgabe auf zuckerhaltige Getränke wirken“)

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Letzte Aktualisierung: 28. April 2026