28. Mai 2026 Must-Reads

28. Mai 2026

SZ: Seehofer und Gysi über Sachsen-Anhalt. Die 41 Prozent für die AfD in einer Umfrage habe die Bundesregierung zu verantworten, sagt Horst Seehofer im Doppelinterview mit Gregor Gysi. Sinn einer wirksamen „Heimatpolitik“ sei, Strukturen so zu verändern, dass Menschen bei sich vor Ort bleiben. Da geschehe derzeit zu wenig. Das Schlimme sei, dass sich viele Politiker nach einer Wahl nicht mehr in der Region sehen ließen, so Gysi. Er geht von einer Zusammenarbeit zwischen CDU und Linken aus, Seehofer ist „strikter Anhänger des Unvereinbarkeitsbeschlusses“. („‚Die Menschen wollen Politiker und Politikerinnen, die anpacken und Probleme lösen möchten‘“)

Tagesschau: Justizskandal in Augsburg. Recherchen von BR und Kontraste legen den Verdacht nahe, dass Gefangene in der JVA Augsburg-Gablingen über längere Zeit systematisch misshandelt und gedemütigt wurden. Ermittler werfen mehreren Bediensteten unter anderem Körperverletzung im Amt sowie rechtswidrige Unterbringung von Häftlingen vor. Interne Chats und Aussagen ehemaliger Gefangener zeichnen das Bild einer Gewalt- und Einschüchterungskultur innerhalb der Anstalt. Die Staatsanwaltschaft hat gegen 13 Mitarbeitende Anklage erhoben. („Größter JVA-Skandal der Bundesrepublik“)

FAZ: BSW kämpft in Sachsen-Anhalt um den Erhalt der Partei. Sinkende Umfragewerte, interne Machtkämpfe und die schwierige Abgrenzung zur AfD: Das BSW kämpft in Sachsen-Anhalt an mehreren Fronten zugleich. Bei einem Auftritt in Halle versucht Sahra Wagenknecht gemeinsam mit Spitzenkandidatin Claudia Wittig, die Partei als politische Alternative zwischen CDU und AfD zu positionieren. Im Mittelpunkt stehen Frieden, Meinungsfreiheit und Kritik an der Russlandpolitik der Bundesregierung. („Nach der Wahl will das BSW alles in der Hand haben“)

Handelsblatt: Was Frankreich in der Familienpolitik besser macht. Deutschland und Frankreich geben ähnlich viel Geld für Familienpolitik aus, bei den Geburtenraten liegt Frankreich dennoch deutlich vorn. Der Unterschied liegt weniger in direkten Geldleistungen als in der besseren Kinderbetreuung und schnelleren Rückkehr von Eltern in den Beruf. Während Deutschland vor allem auf finanzielle Unterstützung setzt, verbindet Frankreich Familienpolitik stärker mit verlässlicher Infrastruktur. Wegen sinkender Geburtenraten sucht nun aber auch Emmanuel Macron nach neuen Wegen, um mehr Menschen zum Kinderkriegen zu bewegen. („Weniger Geld, mehr Betreuung – Frankreichs Plan für mehr Babys“)

Briefings wie Berlin.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden

Letzte Aktualisierung: 28. Mai 2026