FDP-Krise: Strack-Zimmermann will die Partei im Doppel anführen

24. März 2026
Henning Höne und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (picture alliance/Noah Wedel)

FDP-Krise: Strack-Zimmermann will die Partei im Doppel anführen. Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre Kandidatur für den Vorsitz der Partei in einer Tandemlösung angekündigt. „Ich werfe meinen Hut in den Ring und jetzt schauen wir mal, was passiert. Wenn die Partei das möchte, mache ich es. Wenn sie andere gute Leute hat, werde ich auch die unterstützen“, sagte Strack-Zimmermann im Podcast Table.Today. Die Einführung einer Doppelspitze sei wegen ihrer Arbeitsbelastung als Europaabgeordnete eine Bedingung für ihre Kandidatur. Als denkbar bezeichnete sie ein Zusammengehen mit NRW-FDP-Chef Henning Höne.

Eine inhaltliche Neupositionierung sieht Strack-Zimmermann nicht als notwendig an. „Ich glaube, dass man die FDP nicht neu denken muss. Ich glaube, dass der Liberalismus, der Freiheitsgedanke, ein so großartiger Gedanke ist, dass man ihn nicht neu definieren, sondern in die Diskussion einbringen muss.“ Als Beispiel nannte sie ein Social-Media-Verbot für Jugendliche, das aus ihrer Sicht kontraproduktiv wäre. „Wer heute Programme anbietet für Kinder und Jugendliche, der ist in Verantwortung, und nicht die, die es nutzen.“ Ihre Erfahrung als Kommunalpolitikerin und jetzt als Europapolitikerin wolle sie gezielt für die FDP nutzen. Strack-Zimmermann betonte, dass sie ihre zuspitzende und kontroverse Art dabei nicht verändern werde. „Es hat doch keinen Sinn, wie ein Roboter zu sprechen, bei jedem das Gleiche zu sagen, und das Publikum reagiert nicht“, so Strack-Zimmermann. Das Podcast-Gespräch hören Sie ab 5 Uhr hier. Michael Bröcker

Table.Today. "Wie gelingt der FDP ein Neustart? Mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann."

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Letzte Aktualisierung: 24. März 2026