Rassismus in Behörden: SPD kritisiert Dobrindts Umgang mit Studie

23. Februar 2026

Rassismus in Behörden: SPD kritisiert Dobrindts Umgang mit Studie. Die migrations- und integrationspolitische Sprecherin der SPD, Rasha Nasr, kritisiert den Umgang des Innenministers mit Blick auf eine Studie zu Rassismus in Behörden. Dieser „wirft Fragen auf“, sagte sie Table.Briefings. Das Innenministerium veröffentlichte die Studie „Rassismus in deutschen Institutionen und institutioneller Rassismus in Deutschland“ vergangene Woche auf seiner Homepage. Teilen der SPD war das zu lautlos. Dass das Haus von Alexander Dobrindt weder eine Pressekonferenz abgehalten noch eine Mitteilung an Pressevertreter herausgegeben hat, sorgt für Kritik. Fast 13.000 Mitarbeiter des Asylamtes Bamf, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundespolizei und des Zolls haben an der Studie teilgenommen.

Das Resultat der Studie, die 2020 in Auftrag gegeben wurde: In allen vier Behörden gibt es Rassismus – in unterschiedlicher Form und Intensität. Gleichwohl zeigen die Ergebnisse, dass diskriminierende Einstellungen bei Behördenmitarbeitern im Vergleich zur Gesamtbevölkerung nicht stärker ausgeprägt sind. Das Ergebnis transparent und öffentlich zu machen sei „kein nice to have, sondern staatliche Pflicht“, sagte Nasr weiter. Es ist die erste Studie in diesem Umfang zu diesem Thema. Vertrauen entstehe nur durch Aufklärung und Konsequenzen, sagt die SPD-Politikerin – „nicht durch Schweigen“. Sie erwarte hier mehr „Transparenz vom Innenministerium“. Laura Block

Briefings wie Berlin.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden

Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2026