Gesetzliche Krankenkassen: Wie sich die Einnahmesituation entwickeln könnte

10. März 2026

Gesetzliche Krankenkassen: Wie sich die Einnahmesituation entwickeln könnte. Entwickelt sich die Zahl der Rentner und die der Teilzeitquote wie bisher, könnte das einen Anstieg des GKV-Beitragssatzes um durchschnittlich 0,4 Punkte bedeuten. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Verband der Ersatzkassen (vdek) in Auftrag gegebene Analyse des IGES Instituts. Demnach sei im Jahr 2035 mit gut 20 Millionen gesetzlich versicherten Rentnern zu rechnen. Für die Kassen würde das ein Belastungspotenzial von durchschnittlich 0,2 Beitragssatzpunkten (BSP), beziehungsweise vier Milliarden Euro, bedeuten. Setzt sich ebenso der Trend der Teilzeitquote wie in den vergangenen Jahren fort, läge sie 2035 bei 40 Prozent, was die GKV ebenfalls mit 0,2 BSP belasten würde.

Die Analyse nennt jedoch auch entlastende Faktoren. Dazu zählen etwa eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Rentnern, eine größere Einbeziehung von Familienversicherten sowie eine Ausweitung der Teilzeitbeschäftigung auf Vollzeitbeschäftigung für bestimmte Gruppen. Laut Zahlen des BMG, die am Dienstag veröffentlicht wurden steigen die Ausgaben der Kassen in den vorläufigen Rechnungsergebnissen des Jahres 2025 um rund 7,8 Prozent und damit deutlich stärker als die Beitragseinnahmen mit rund 5,3 Prozent. Magdalena Latz

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Letzte Aktualisierung: 10. März 2026