27. Mai 2026 Must-Reads

27. Mai 2026

Taz: Daniel Peters’ zäher Wahlkampf. Den CDU-Chef von Mecklenburg-Vorpommern ärgert, dass mit Umfragen Politik gemacht würde; er sehe sich als „Opfer eines Zuspitzungswahlkampfes“ zwischen SPD und AfD. Zudem hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kürzlich die Wiederwahl von Manuela Schwesig empfohlen. Auch empfindet Peters „nicht jeden Auftritt des Kanzlers als glücklich“. Und: Ihm fehlen die Koalitionsoptionen: Mit der SPD ist er im Streit, die Linke empfindet er als zu radikal, mit der AfD will er nicht. („‚Die Linkspartei ist ein Fall für den Verfassungsschutz‘“)

Spiegel: Korruptionsverdacht beim Panzerbauer KNDS. Das deutsch-französische Unternehmen steht im Verdacht – verschleiert durch eine komplizierte Konstruktion aus Scheinfirmen und Joint Ventures –, Zahlungen in Millionenhöhe an einen katarischen General für die Vermittlung von Waffenlieferungen mit dem dortigen Militär geleistet zu haben. Die Bundesregierung plant derzeit, mit rund acht Milliarden Euro einen Anteil von 40 Prozent an dem Konzern zu kaufen. („Die klebrigen Katargeschäfte des Panzerbauers KNDS")

FAZ: Produktivitätsschub durch Robotik und KI erwartet. Die Unternehmensberatung Boston Consulting geht davon aus, dass Fortschritte in der Robotik und sinkende Kosten für Künstliche Intelligenz die Lohn- und Energiekosten der deutschen Industrie bald stark reduzieren werden. Dadurch könne Deutschland den chinesischen Wettbewerbsvorteil in der Automobilindustrie deutlich verringern und bei der Lebensmittelproduktion für den heimischen Markt sogar an China vorbeiziehen. („Ist „Made in Germany“ noch zu Retten?“)

Nicht überlesen!

Handelsblatt: Der wirtschaftliche Schaden eines US-Abzugs. Ökonomen aus Köln und Mannheim haben die Abzüge nach dem Kalten Krieg ausgewertet: Jeder abgezogene Soldat kostet etwa einen halben Arbeitsplatz, 61 Prozent der Jobverluste entstehen nicht auf den Basen selbst, sondern im lokalen Gewerbe. Zehn Jahre später sind Beschäftigung und Kommunaleinnahmen noch immer spürbar niedriger – und betroffene Arbeitnehmer verdienen dauerhaft weniger. Trotzdem sei die Stationierung ausländischer Streitkräfte ein „eher ineffektives Instrument zur Schaffung lokaler Arbeitsplätze“. („So trifft ein US-Truppenabzug die deutsche Wirtschaft")

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Letzte Aktualisierung: 27. Mai 2026