Berlin.Table Must Reads

Must-Reads 22. Februar

22. Februar 2026

Faz: Kommunalwahlen in Bayern. In Umfragen liegt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit 45 Prozent deutlich vor seinen Konkurrenten und geht wahrscheinlich mit komfortabler Ausgangslage in eine erwartete Stichwahl. Timo Frasch von der FAZ sieht darin einen möglichen Grund, warum Reiter sich kaum bei Terminen blicken lässt. Die zentralen Konflikte im Wahlkampf drehen sich um Schulden, Verkehr und Wohnungsbau – doch Reiter inszeniert sich vor allem als Garant für Stabilität. („Verweigerung des Wahlkampfs“)

Handelsblatt: Hubig plant neues Finanzmodell für Start-ups. Justizministerin Stefanie Hubig will eine „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“ (GmgV) schaffen, heißt es in einem Konzeptpapier, das dem Handelsblatt vorliegt. Damit soll eine neue Rechtsform auf den Weg gebracht werden, die Gewinne dauerhaft im Unternehmen hält und Ausschüttungen sowie erfolgsabhängige Boni untersagt. Das Modell soll vor allem für Start-ups und Mittelständler attraktiv sein. Vermögen und Gewinne bleiben auch im Insolvenzfall gebunden, Steuertricks sollen durch eine spezielle Ersatzbesteuerung verhindert werden. („So soll Hubigs neues Firmenmodell aussehen“)

Süddeutsche Zeitung: Wie Trump plant den Supreme Court zu umgehen. Das Urteil gegen die Zölle des US-Präsident wird von Teilen der USA als „Unabhängigkeitserklärung“ des Gerichts gefeiert. Nur ist unklar, ob die Grenzen, die die obersten Richter Donald Trump damit gesetzt haben, wirklich halten. Ann-Kathrin Nezig erklärt, wie die US-Administration das Urteil umgehen könnte und warum Europa keinen Grund zur Erleichterung hat. So ist unklar, ob der Handelsdeal zwischen Trump und Ursula von der Leyen noch gilt. („Ein Mann in Wut“)

Nicht überlesen!

Die Zeit: Arbeiten die Deutschen wirklich zu wenig? Die Deutschen wollen weniger arbeiten – und sie tun es auch. Neue Auswertungen zeigen: Die gewünschte und tatsächliche Arbeitszeit ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, besonders bei Männern. Gleichzeitig erreicht die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden ein Rekordniveau, weil mehr Menschen erwerbstätig sind als früher. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland dennoch hinterher – trotz hoher Produktivität. Der Wertewandel hin zu mehr Freizeit trifft auf einen Sozialstaat, der angesichts des demografischen Wandels auf Beitragszahler angewiesen ist. („So faul sind wir Deutschen wirklich“)

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Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2026