Rat für Nachhaltige Entwicklung: Interview mit neuem Vorsitzenden

12. Februar 2026
Reiner Hoffmann und Gerald Haug (picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka // picture alliance/dpa | Jan Woitas)

Nachhaltigkeit: Was die Regierung vom RNE erwartet. Ökonomische Themen sollen beim Rat für Nachhaltige Entwicklung stärker im Fokus stehen als bisher. Das sagen der neue RNE-Vorsitzende Gerald Haug und sein Vorgänger Reiner Hoffmann im Gespräch mit Table.Briefings. „Nachhaltigkeit ist in der Wirtschaft kein Gewinnerthema mehr“, so Haug. „Da müssen wir wieder hinkommen.“ Das 15-köpfige Gremium, das die Bundesregierung berät, ist formal unabhängig. Hoffmann aber sagt: „Die Regierung ist mit der klaren Erwartung an uns herangetreten, dass wir dazu arbeiten, wie die Transformation gelingen kann.“ Dafür soll der RNE auch Praxisbeispiele und Perspektiven für nachhaltiges Wirtschaften aufzeigen.

Der RNE wird sein Arbeitsprogramm für die kommenden drei Jahre Ende März bei einer zweitägigen Klausur festlegen. Klar sei aber schon jetzt, dass auch die Überregulierung durch grüne Gesetze und Richtlinien im Mittelpunkt stehen werde. Zwar könne der Rat nicht en détail Empfehlungen aussprechen, welche Verordnungen gestrichen werden sollten. Aber: „Wir wollen uns auf einer systemischen Flughöhe einbringen und dafür aussprechen, mutiger zu sein. Ich sehe eine hohe Mutlosigkeit und unglaubliche Risikoaversion. Das muss sich ändern“, sagt Haug.

Um den neuen Herausforderungen durch die Geopolitik und die Rezession gerecht zu werden, ist der RNE so divers wie nie zuvor besetzt. Neu an Bord sind unter anderem eine KI-Expertin und ein Militär-Fachmann. „Es sind Expertisen im Rat vertreten, die wir vorher nicht hatten“, sagt Hoffmann. „Das wird die Debatten auch sehr anspruchsvoll machen.“ Das gesamte Interview lesen Sie im ESG.Table. Marc Winkelmann

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Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2026