Reisewirtschaft meldet Rekord: 88 Milliarden Euro Ausgaben in 2025

04. März 2026

Trotz zunehmender geopolitischer Spannungen ist die Nachfrage nach Urlaub in Deutschland ungebrochen. Zur Eröffnung der ITB Berlin 2026 legte der Präsident des Deutschen Reiseverbands, Albin Loidl, am Montag eine positive Bilanz für das Reisejahr 2025 vor und zeigte sich auch für 2026 optimistisch.

Laut Loidl gaben die Deutschen im vergangenen Jahr 88 Milliarden Euro für Reisen aus – ein Rekordwert und fünf Prozent mehr als 2024. Der Pauschalreisemarkt wuchs um über neun Prozent auf 43,4 Milliarden Euro. Gründe seien ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis, transparente Kostenstrukturen und der Wunsch nach professioneller Unterstützung in Krisen.

Mit Blick auf die Lage im Iran sagte Loidl, man verfolge die Entwicklungen „mit großer Sorge“. Die Sicherheit von Reisenden und Beschäftigten habe oberste Priorität. „Die Unruhen aus dem Nahen Osten haben Auswirkungen, die noch nicht absehbar sind“, sagt Loidl. Zugleich hoffe man auf Deeskalation.

Für die Sommersaison 2026 liegen die Buchungen bereits über Vorjahresniveau: Die Umsätze seien sieben Prozent höher, die Zahl der Reisenden vier Prozent. Kreuzfahrten und Pauschalflugreisen bezeichnete Loidl als „starke Pfeiler“. Der Umsatz im Flugsegment sei um 14 Prozent, die Gästezahl um zwölf Prozent gestiegen. Er erneuerte die Forderung nach attraktiven Inlandsflugverbindungen, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit als Reiseland zu sichern. Alexander Wiedmann

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Letzte Aktualisierung: 04. März 2026