Schneider: Nachhaltigkeit war wichtiges Thema in Davos

Nachhaltigkeitsthemen waren bei dem Weltwirtschaftsforum in Davos nach KI das zweitwichtigste Thema. Bundesumweltminister Schneider wies auf die klare Erwartungshaltung der Unternehmen an Deutschland hin, bei der Klimapolitik konsistent zu bleiben.

24. Januar 2026

Die Themen Klimaschutz, Biodiversität, Resilienz und Kreislaufwirtschaft sind nach Meinung von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos deutlich präsenter gewesen als angenommen. „Nach dem Thema Künstliche Intelligenz waren Nachhaltigkeitsfragen das Nummer-Zwei-Thema hier beim Weltwirtschaftsforum“, sagte Schneider zu Table.Briefings in Davos. Er habe er „eine Sehnsucht bei den Unternehmen nach Klarheit und Verlässlichkeit in der Politik“ wahrgenommen. „Es gibt die klare Erwartungshaltung an Deutschland, dass wir bei unserer Klima- und Nachhaltigkeitspolitik konsistent bleiben und die EU dabei mitziehen“, so Schneider.

Schneider war der erste deutsche Umweltminister, der das WEF besuchte. Er habe viele Gespräche, vor allem mit CEOs von Unternehmen, aber auch mit Vertretern von NGOs, Wissenschaft und Politik geführt, um deren Perspektiven kennenzulernen und sich zu vernetzen. Im 2026er WEF-Ranking der globalen Probleme waren Wetterextreme von Platz zwei auf Rang vier hinter geopolitische Spannungen, Fake News und gesellschaftliche Polarisierung abgerutscht. Bei den 10-Jahres-Risiken dagegen führten weiterhin die Themen Extremwetter. Verlust der Artenvielfalt und Veränderungen des Erdsystems die Liste der Sorgen an.

„Man darf die kurzfristige Aufregung nicht überbewerten“, so Schneider, „sondern cool bleiben und auf die Fakten schauen: Die CEOs folgen der langfristigen Marktlogik“. Jenseits der aktuellen Schlagzeilen sehe er einen klaren Pfad: „Es geht weltweit in die Richtung Erneuerbare, nicht Atom oder Fossile. Und die Unternehmen sehen klar die Auswirkungen von Biodiversität- und Wasserkrisen auf ihre wirtschaftliche Tätigkeit und Lieferketten.“ Europa sei gut präsent gewesen, es gehe jetzt aber darum, die politische und wirtschaftliche Stellung der EU in der Welt zu verteidigen: „Wir müssen eigenständig bleiben und unsere Stärken herausarbeiten“, so Schneider. Bernhard Pötter

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Letzte Aktualisierung: 24. Januar 2026