Berlin.Table Must Reads

Must Reads 28. Januar

28. Januar 2026

Spiegel: Nach der Wahl ist vor der Wahl in Sachsen-Anhalt. Sven Schulze wurde am Mittwoch als neuer Ministerpräsident bestätigt und löst Rainer Haseloff ab. Die CDU erhofft sich davon einen Amtsbonus für Schulze, der ihm vor der Wahl im September den entscheidenden Vorteil verschaffen soll. In der CDU herrscht jedoch Irritation darüber, dass Haseloffs Entscheidung, Schulze das Amt zu überlassen, so spät erfolgte. („Entweder gelingt ihm ein Wunder. Oder die AfD gewinnt“)

Tagesschau: Weiterhin keine vollständige Übersicht zu Hasskriminalität. Laut Recherchen des NDR hat es das Bundesamt für Justiz (BfJ) bisher versäumt, die Zahl der Verfahren in diesem Bereich für 2022 bis 2024 zu veröffentlichen. Bei der Zusammenstellung der Daten seien immer wieder Fragen aufgetaucht, die in Kooperation mit den Bundesländern geklärt werden müssten. Deswegen verzögere sich die Veröffentlichung, so das BfJ. („Statistik zu Hasskriminalität weiter unvollständig“)

Handelsblatt: Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals könnte noch Jahrzehnte dauern. Am Landgericht Bonn sind dieses Jahr nur zwei Prozesse wegen des Steuerskandals wahrscheinlich. Weitere sind nicht zu erwarten, weil sich die Betroffenen im Ausland befinden oder Zwischenverfahren noch mehrere Monate dauern könnten. Aktuell läuft in Bonn kein einziges Verfahren gegen die insgesamt 1.700 Beschuldigten. („Gerechtigkeit im Cum-ex-Skandal auf unbestimmte Zeit vertagt“)

ntv: Thüringens Ministerpräsident soll Doktortitel verlieren und kündigt Klage an. Mario Voigt erklärte, die von der TU Chemnitz beanstandeten Stellen bezögen sich nur auf 2,58 Prozent der Wörter in seiner Arbeit. Der wissenschaftliche Kern seiner Arbeit sei nicht betroffen. Die Vorwürfe hatte der „Plagiatsjäger“ Stefan Weber erhoben. Voigts Anwälte geben an, dass ein früheres Gutachten ergeben habe, dass die Arbeit selbst verfasst sei. („Thüringer Ministerpräsident soll Doktortitel verlieren“)

Nicht überlesen!

NYT: Fast zwei Millionen Soldaten in Ukraine gefallen und verletzt. Knapp vier Jahre Krieg führten einer Studie zufolge zu rund 1,2 Millionen russischen und 600.000 ukrainische Soldaten, die gefallen, verletzt oder vermisst sind. Allein 2025 wurden 415.000 russische Soldaten verwundet. Die Ukraine treffen die Verluste härter, auf dem Schlachtfeld kämpft Russland mit fast dreifacher Personenstärke – und rekrutiert aus einer ungleich größeren Gesellschaft nach. („Troop Casualties in Ukraine War Near 2 Million, Study Finds“)

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Letzte Aktualisierung: 28. Januar 2026