Kosten der Unterkunft: Jobcenter warnen vor Fehlentwicklungen durch Bürgergeld-Reform

22. Februar 2026

Kosten der Unterkunft: Jobcenter warnen vor Fehlentwicklungen durch Bürgergeld-Reform. Die geplanten Verschärfungen bei den Unterkunftskosten dürften nicht zu einem nicht praktikablen Behördenaufwand führen. Das schreibt der Aachener Jobcenter-Geschäftsführer Stefan Graaf in seiner Stellungnahme zur Bürgergeld-Reform. Graaf, der im Rahmen des Bundesnetzwerks Jobcenter Sprecher aller Geschäftsführer ist, ist am Montag auf Vorschlag der Union als Sachverständiger in der Anhörung zum Gesetz dabei. Er sieht die Gefahr, dass die vorhandene Kapazität der Jobcenter künftig „vor allem in Prüfung, Kommunikation und Rechtsbehelfsbearbeitung gebunden wird, statt in Integration und Stabilisierung“.

Es sei beispielweise „begrenzt realistisch“, dass Leistungsberechtigte rechtlich gegen Mietwucher vorgehen. Viele Menschen seien froh, überhaupt Wohnraum zu finden, so Graaf. Die Erwartung, dass sie gegen den Vermieter vorgehen, berge erhebliche Risiken. Graaf nennt hier „Kündigungsdruck, Schikanen, Verlust der Wohnung, Eskalation“. Für die Jobcenter bedeute dies zudem, dass Integrations- und Leistungsfachkräfte entgegen ihrer eigentlichen Kompetenz mietrechtliche Beratung leisten müssten. Okan Bellikli

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Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2026