ZEW-Konjunkturerwartungen: Leichte Erholung, aber weiter im Minus

13. Mai 2026

Der ZEW-Index, der die Erwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren zur wirtschaftlichen Entwicklung misst, ist im Mai 2026 um 7,0 Punkte auf minus 10,2 Zähler gestiegen. „Die Erwartungen hellen sich auf, verbleiben aber im negativen Bereich. Die Expertinnen und Experten hoffen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs“, sagt ZEW-Präsident Achim Wambach und verweist zugleich auf Belastungen durch schwache Industrieproduktion, steigende Energiepreise und eine Inflation oberhalb von zwei Prozent.

In einzelnen Branchen verbessern sich die Aussichten, insbesondere in der Informationstechnologie sowie in der Metallproduktion und im Bau. Der Deutschland-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Robin Winkler, kommentiert: „Der ZEW-Index erholt sich im Mai leicht – eine positive Überraschung. Gleichwohl sind die Konjunkturerwartungen der Analysten weiterhin deutlich schlechter als vor Ausbruch des Irankrieges.“ Im Februar hatten die Erwartungen mit 58,3 Punkten noch im Plus gelegen. Für die zweite Jahreshälfte sehen Experten vorsichtiges Erholungspotenzial, sofern der Nahostkonflikt abklingt und die staatlichen Impulse wirken. Alexander Wiedmann

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Letzte Aktualisierung: 13. Mai 2026