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04. März 2026 Must Reads

04. März 2026

Handelsblatt: Felbermayr warnt vor Folgen des Iran-Kriegs. Gabriel Felbermayr, neues Mitglied im Sachverständigenrat, sagt, bei einem länger anhaltenden Krieg seien die Folgen „kaum auszumalen“. Wenn der Weltwirtschaft dauerhaft 20 Prozent der Kapazitäten bei Öl und Gas fehlen würden, wäre das aus seiner Sicht heftig. Eine fehlende Einheit Öl schlage fünfmal so hoch auf den globalen Preis durch, bei Flüssiggas sei es noch mehr. („Das wäre heftig“)

FAZ: Letzter Anlauf für Schuldenbremsen-Kompromiss. Als mögliche Lösung wird eine Orientierung an der Schuldenquote diskutiert. Oberhalb von 60 Prozent Anteil am BIP müsste der Bund dann stärker sparen, erwogen wird zudem ein schrittweises Auslaufen der Sonderbehandlung von Verteidigungsausgaben. Der Abschlussbericht soll Ende März vorliegen („Endspiel um die Schuldenbremse“)

SZ: Weimer schließt drei Buchhandlungen von Buchhandlungspreis aus. Bisher segnete der Kulturstaatsminister die Liste meist kleiner Buchhandlungen immer ab, die eine Jury aus Branchenvertretern selektierte. Doch Wolfram Weimer strich diesmal solche, die dem linken Spektrum zugeordnet werden. Der Grund: „verfassungsrechtliche Erkenntnisse“, Details unklar. Verfassungsrechtlerin Sophie Schönberger kritisiert, es gebe keine harten Kriterien für mutmaßlichen Extremismus. („‚Wohin das führt, sehen wir in den USA‘“)

Nicht überlesen!

Correctiv: Deutschlands Chemikalien-Problem. Zehntausende unbekannte, teils giftige Substanzen würden im Rhein treiben, schreiben Annika Joeres und Gesa Steeger. Ein hochrangiger Mitarbeiter eines Chemiekonzerns, der auch im Europaparlament tätig war, macht der Politik Vorwürfe: Sowohl MdEPs als auch die EU-Kommission wüssten, dass viele in Alltagsprodukten deutscher Konzerne enthaltene Substanzen der Gesundheit schaden. Sie würden das aber hinnehmen, um den Status Deutschlands und Europas als führenden Chemiestandort zu sichern. („Der Pakt mit der Chemiebranche“)

NYT: Was gegen Trumps Politik helfen könnte. Die Außenpolitik von Donald Trump sei der Imperialismus, schreibt der Politologe Peter Beinart, die globale Perspektive ähnlich wie sein Regierungsstil im Inland: Beide würden sich durch „spektakuläre Gewalt und Missachtung der Gesetze“ auszeichnen. Beinart hofft auf ein Wiedererstarken einer antiimperialistischen Bewegung. Diese könnte aus zwei Gruppen entstehen: Progressive, die einen Angriff auf den Iran ablehnen, weil er gegen das Völkerrecht verstoße, und America First-Anhänger, die den Krieg ablehnen, weil sie der Meinung sind, „dass Amerikas moralische Verpflichtungen an den Landesgrenzen enden“. („No Empire. No Kings.“)

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Letzte Aktualisierung: 04. März 2026