Berlinale-Eröffnung: Berliner Politik, Stars und Nahost

12. Februar 2026
Jury-Präsident Wim Wenders mit Ehefrau Donata Wenders (picture alliance/dpa | Christoph Soeder)

Berlinale-Eröffnung: Berliner Politik, Stars und Nahost. Wolfram Weimer, Kai Wegner, Franziska Giffey und andere Politiker mischten sich am Eröffnungsabend unter Filmstars wie Michelle Yeoh oder Oscar-Regisseur Sean Baker. Schon während der Eröffnungspressekonferenz spielte das Thema Nahost eine Rolle. Auf eine Frage zur „selektiven Solidarität“ des Festivals mit dem Iran und der Ukraine, aber nicht mit den Palästinensern, antwortete Jury-Präsident Wim Wenders: „Wir müssen uns aus der Politik heraushalten, denn wenn wir dezidiert politische Filme machen, betreten wir das Feld der Politik, aber wir sind das Gegengewicht zur Politik. Wir müssen die Arbeit der Menschen machen und nicht die Arbeit der Politiker.“ Der Festival-Livestream der Pressekonferenz wurde nach der Frage abgebrochen, wogegen Kritik laut wurde. Die Nachrichtenagentur Reuters zeichnete weiter auf.

Film dürfe nie parteipolitisch sein, entgegnete Ex-Kulturstaatsministerin Claudia Roth im Gespräch mit Table.Briefings. „Aber natürlich hat das Kino eine unfassbar wichtige gesellschaftspolitische Bedeutung. Und ich bin sehr stolz und glücklich, dass die Berlinale ihrem Ruf gerecht wird, Zeichen zu setzen.“ Ein solches Zeichen sei der Film „No Good Men“ der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat, mit dem die Festspiele eröffnet werden. Sie wünsche sich, sagte Roth, dass Alexander Dobrindt diesen Film sehe und ihm das Schicksal von Frauen in Afghanistan vor Augen geführt werde. Leonard Schulz

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Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2026