Berlin.Table Must Reads

8. Februar 2026 Must-Reads

08. Februar 2026

FAZ: Firmen haben weniger Lust auf die USA. Rund ein Fünftel der Mittelständler erwartet, dass das Land in den kommenden fünf Jahren eine kleinere Rolle in ihren Lieferketten spielt. Das zeigt eine Umfrage der DZ Bank, die am Montag veröffentlicht wird. Laut IW Köln haben deutsche Unternehmen in den ersten zehn Monaten der Präsidentschaft von Donald Trump zudem 45 Prozent weniger in den USA investiert als im Vorjahreszeitraum. („Der Mittelstand meidet die USA“)

Handelsblatt: Strom für Deutschland aus Marokko? Das Projekt „Sila Atlantik“ will Energie aus erneuerbaren Quellen über ein Seekabel ins Land bringen. Dahinter stehen Manager, die bei Unternehmen wie EnBW gearbeitet haben. Wirtschaftsstaatssekretär Frank Wetzel begrüßt das Vorhaben in einem Brief an den marokkanischen Investitionsminister. Die Deutsche Bahn zeigt Interesse an der Nutzung des Stroms. („Strom für Deutschland aus der Wüste“)

SZ: Interne Kämpfe behindern Linke im Wahlkampf. Parteiführung und -prominenz stehen im Feuer junger Mitglieder, gelten mitunter als „Verräter“. Haupt-Streitpunkt bleibt Israel. Für Bodo Ramelow haben trotzkistische Gruppen im rasanten Mitgliederwachstum die Chance gesehen, „sich neu zu organisieren“. Er spricht von „Sekten“, in denen sich autoritäre Strukturen herausbildeten. Der Kampf droht, Wahlkampfbotschaften zu übertonen und Erfolgschancen zu mindern. („Wie der Israelhass junger Linker der Partei Probleme bereitet“)

Tagesspiegel: Wichtigstes Reformversprechen des Senats wackelt. Das Versprechen von CDU und SPD, die Berliner Verwaltung zu reformieren, droht Monate vor der Wahl zu scheitern – auch wenn die Senatskanzlei offiziell noch daran festhält. Die Verabschiedung des Konnexitätsgesetzes steht auf der Kippe, und damit auch die Neuregelung der Bezirksfinanzen. Ohne sie ist die Reform nicht möglich. („Die Verwaltungsreform von CDU und SPD steht auf der Kippe“)

Tagesschau: Bahn setzt Engelke-Kampagne nach Kritik nicht fort. Einen weiteren Teil der der millionenschweren Werbe-Produktion mit Anke Engelke wird es nicht geben; es passe laut Bahn nicht zur Zeit. Angesichts der Sicherheitsmängel bei der DB hatte der innenpolitische Sprecher der SPD Sebastian Fiedler gegenüber Bild von einem Skandal gesprochen, hätte das Geld doch für mindestens 100 Sicherheitskräfte im Jahr genügt. („Bahn stellt Image-Kampagne mit Anke Engelke ein“)

Nicht überlesen!

Correctiv: AfDler aus Sachsen-Anhalt beschäftigen offenbar Angehörige. Die MdBs Thomas Korell und Claudia Weiss, die MdLs Tobias Rausch und Matthias Büttner sowie Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sollen jeweils Familienangehörige von Kollegen beschäftigen. Siegmunds Vater hat erst bei Büttner gearbeitet, dann bei Landeschef Martin Reichardt, jetzt bei Korell. Die Rede ist von einem System des „Über-Kreuz-Anstellens“. Im Landtag überprüft man die Anstellungen. („Das System Siegmund: Die Vetternwirtschaft in der AfD Sachsen-Anhalt“)

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Letzte Aktualisierung: 08. Februar 2026