Berlin.Table Must Reads

24. Februar 2026 Must-Reads

24. Februar 2026

Handelsblatt: Warum deutsche Unternehmen chinesischer werden. Sie schließen verstärkt Partnerschaften mit Unternehmen vor Ort – auch, um von deren wachsenden Exporten zu profitieren. Manche exportieren von ihren Werken in China auch selbst direkt ins Ausland. VW etwa produziere zum ersten Mal in seiner Geschichte Fahrzeuge vollständig unabhängig von Deutschland, schreibt Sabine Gusbeth. („Deutsche Konzerne werden immer chinesischer“)

FAZ: Drohnen sind die neuen Masken. Wie 2020 reißen sich Unternehmen darum, dem Bund etwas zu verkaufen – und was sie versprechen, gilt nicht immer als realistisch. Man werde sich nicht wundern, wenn irgendwann herauskommt, dass „heiße Luft eines der Treibmittel auf dem Drohnenmarkt war“, schreibt Peter Carstens. Bei manchen Startups sind zudem die Investoren umstritten, an Stark etwa hält Peter Thiel einen Anteil von zehn Prozent. („Was 2020 die Masken waren, sind heute die Drohnen“)

Zeit: Gängige Narrative zum Sozialstaat meist falsch. Das Sozialsystem sei weder unterfinanziert noch würden die Kosten explodieren, schreibt Georg Cremer, Mitglied der Rentenkommission. Beide Mythen konkurrierten miteinander und verhinderten so eine notwendige Reform, so der frühere Generalsekretär des Caritasverbands. Deutschland könne sich seinen Sozialstaat leisten, müsse aber prüfen, wie man die Gelder zielgenauer und effizienter einsetzen kann. („Sozialstaatsmythen helfen bei Reformen nicht“)

Correctiv: Noch immer keine völkerrechtliche Bewertung zu Venezuela. Seit fast zwei Monaten hat die Bundesregierung nicht mitgeteilt, wie sie zum US-Angriff auf Caracas und der Entführung von Nicolás Maduro steht. Während die meisten Fachleute einen klaren Völkerrechtsbruch sehen, hatte Friedrich Merz gesagt, die rechtliche Einordnung sei komplex. Daher wolle man sich Zeit nehmen dafür. („War da was mit dem Völkerrecht?“)

Nicht überlesen!

SZ: Die Folgen der Zeitenwende. Eine Sammlung von Grafiken zeigt, wie sich die deutsche Sicherheitspolitik in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Dazu gehören die Verteidigungsausgaben, die Waffenimporte und -exporte sowie die Aktienkurse von Rüstungskonzernen. Zwischen 2022 und 2024 wurden etwa Ausfuhren im Wert von knapp 15 Milliarden Euro für die Ukraine genehmigt. („Wie sich die Zeitenwende auf den Rüstungshandel auswirkt“)

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Letzte Aktualisierung: 24. Februar 2026