Atomwaffen: Deutschland und Frankreich kündigen konkrete Kooperation an

02. März 2026

Atomwaffen: Deutschland und Frankreich kündigen konkrete Kooperation an. Erstmals will Frankreich eine Beteiligung Deutschlands an Übungen seiner Nuklearstreitkräfte zulassen. Das kündigten Élysée und Kanzleramt am Montag gemeinsam an. Eine deutsch-französische nukleare Steuerungsgruppe solle demnach strategische Maßnahmen koordinieren, noch in diesem Jahr wollen Paris und Berlin konkrete Schritte gehen. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor erstmals eine Verlegung französischer Atomwaffen ins europäische Ausland in Aussicht gestellt. Bei seiner Rede zur Erneuerung der Nukleardoktrin sagte er am Montag in Île Longue in der Bretagne: „Wir beginnen den Weg dessen, was ich die vorgelagerte Abschreckung nenne.“

Eine solche Form der nuklearen Teilhabe erfolge komplementär zur nuklearen Abschreckung der Nato, betonte Macron. Angesichts der Neuausrichtung der US-Verteidigungspolitik, müssten die Europäer aber selbstständiger werden. Zudem will Macron wegen der russischen und chinesischen Aufrüstung die Zahl der französischen Atomwaffensprengköpfe erhöhen. Allgemein wird das französische Arsenal auf 290 Sprengköpfe geschätzt. Was implizit bei Macrons Rede mitschwang und wie sich europäische Länder an der französischen Abschreckung beteiligen könnten, lesen Sie im Security.Table. Gabriel Bub

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Letzte Aktualisierung: 02. März 2026