Olaf Scholz: Ukrainekrieg war unabwendbar

24. Februar 2026
Sebastian Turner und Olaf Scholz (Kühnapfel Fotografie)

Olaf Scholz: Ukrainekrieg war unabwendbar. Niemand hätte Wladimir Putin von seinem Angriff auf die Ukraine abhalten können. Diese Überzeugung äußerte Olaf Scholz am Dienstagabend im Deutschen Historischen Museum. In einem Gespräch mit Sebastian Turner, Herausgeber von Table.Briefings, sagte der ehemalige Bundeskanzler, Putin habe seine Kriegsziele in der Ukraine nicht erreicht „und wird sie auch nicht erreichen“. Im Gegenteil: Der Krieg habe dafür gesorgt, dass Schweden und Finnland der Nato beigetreten seien und Deutschland heute enorme Summen in die Verteidigung investiere. Vor vier Jahren hatten russische Streitkräfte die Ukraine angegriffen. Vor einem Jahr hatte Scholz mit der SPD die Bundestagswahl und seine Kanzlerschaft verloren.

Scholz sagte, er sei gegen die Gründung einer europäischen Armee. Wer diese möchte, müsse entscheiden, wer über Krieg und Frieden bestimme. Er sehe nicht, dass das Europäische Parlament diese Kompetenz abgeben würde. Wenige Tage vor Kriegsbeginn besuchte Scholz damals Putin zu Gesprächen in Russland. Mehr als vier Stunden dauerte der Termin. Schon da sei klar gewesen, dass Putin in die Ukraine einmarschieren werde. Dieser habe den Angriff über Jahre vorbereitet. Am 27. Februar 2022, drei Tage nach Kriegsbeginn, hatte Scholz eine Regierungserklärung abgegeben. „Wir erleben eine Zeitenwende“, sagte er damals. „Und das bedeutet: Die Welt danach ist nicht mehr dieselbe wie die Welt davor.“ Laura Block

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Letzte Aktualisierung: 24. Februar 2026