Ludwig-Erhard-Gipfel gestartet: Kaum Spitzenpolitiker vor Ort

29. April 2026
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Verteidigung als Wirtschaftsfaktor: Peter Tauber diskutierte mit Annegret Kramp-Karrenbauer, Stefan Röbel, COO & Co-Founder ARX Robotics, Rafaela Kraus, Professorin für Unternehmensführung und Generalmajor Andreas Henne (v.l.) (Alexander Wiedmann)

Trotz anhaltender Kontroversen ist der diesjährige Ludwig‑Erhard‑Gipfel2026 am Dienstag am Tegernsee eröffnet worden. In ihrer Eröffnungsrede sprach Christiane Goetz‑Weimer, Verlegerin der Weimer Media Group, von einer Phase „scharfer Kritik“ nach der Berufung ihres Mannes Wolfram Weimer zum Kulturstaatsminister der Bundesregierung. Bis kurz vor Veranstaltungsbeginn blieb die Speaker‑Liste geheim, um offenbar die Speaker zu schützen. Dennoch erwarten die Organisatoren über alle drei Tage und Formate hinweg rund 1.400 Gäste.

Prominente Spitzenpolitiker der Bundesebene sind beim Gipfel nur vereinzelt vertreten. Zu den politischen Rednern zählen der frühere nordrhein‑westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), die frühere CDU‑Vorsitzende und Bundesverteidigungsministerin a. D. Annegret Kramp‑Karrenbauer, der CDU‑Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor sowie Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Aiwanger nutzte seine Keynote‑Rede, um die Kritik am Gipfel offensiv aufzugreifen. Es sei gezielt „Stimmung gemacht worden“, sagte er, und warf „linksorientierten Mainstream‑Medien“ vor, bestimmen zu wollen, was sagbar sei und was nicht.

Inhaltlich steht der Gipfel in diesem Jahr im Zeichen wirtschaftspolitischer Fragen. Das Leitmotiv lautet: „Zurück an die Weltspitze: Wie gelingt Deutschland der wirtschaftliche Aufschwung?“ Deutschland habe sich nach dem Einbruch in der Corona‑Pandemie im Gegensatz zu anderen Industriestaaten nicht erholt. „Eine solche Phase der Stagnation gab es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie“, sagte ifo‑Präsident Clemens Fuest. Mehrere Wohlstandsindikatoren zeigten seit spätestens 2020 einen Rückgang oder eine Stagnation. Ohne tiefgreifende Reformen bestehe die Gefahr, dass der Wohlstand in Deutschland dauerhaft sinke oder sich das Land von der globalen Wohlstandsentwicklung abkopple. Alexander Wiedmann

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Letzte Aktualisierung: 29. April 2026