Fritz‑Kola: CEO verteidigt Einführung der Aludosen

07. Februar 2026

Die bundesweite Einführung von Aluminiumdosen beim deutschen Getränkehersteller Fritz‑Kola sorgt für Diskussionen. Co‑Gründer Mirco Wolf‑Wiegert stellt im Interview mit Table.Briefings klar, dass Glas weiterhin „Herzstück“ des Unternehmens bleibe, das Sortiment aber um Dosen ergänzt werde – vor allem wegen Problemen im Mehrwegsystem. Nach Unternehmensangaben kehren rund 20 Prozent der verwendeten Glas-Mehrwegflaschen nicht zurück. Der niedrige Pfandsatz von acht Cent setze zu geringe Anreize, während Dosen mit 25 Cent Pfand nahezu immer eingesammelt würden.

Die Hamburger Testphase wurde laut Fritz‑Kola überwiegend positiv bewertet. Kritik kommt von der Deutschen Umwelthilfe, die die Ausweitung von Einwegverpackungen als unnötig und umweltschädlich einordnet. Wiegert zeigt sich gesprächsbereit und fordert ein höheres Pfand auf Bier‑Mehrwegflaschen, um die Rücklaufquoten zu stabilisieren und die Relevanz der Dose langfristig zu verringern. Die Dose ist daher vor allem für Situationen vorgesehen, in denen Glas unpraktisch oder verboten ist, etwa bei Festivals oder in Glasverbotszonen. Alexander Wiedmann

Briefings wie CEO.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden

Letzte Aktualisierung: 07. Februar 2026