Rüstungsstandort BaWü: Wie die neue Regierung das Ländle bei modernen Verteidigungssystemen voranbringen will

11. Mai 2026
Ein humanoider Roboter im Karlsruher Institut für Technologie (dpa/Uli Deck)

Rüstungsstandort BaWü: Wie die neue Regierung das Ländle auf dem Feld voranbringen will. Das Wirtschafts‑ und das Wissenschaftsministerium der neuen Landesregierung wollen den Südwesten gezielt als Standort für Sicherheits‑ und Verteidigungstechnologien ausbauen. Der am Montag von Grünen und CDU unterzeichnete Koalitionsvertrag sieht vor, verschiedene Forschungsbereiche strategisch zu priorisieren, darunter Sicherheits- und Verteidigungstechnologien. Außerdem will die Landesregierung den Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung ausbauen und die Forschungslandschaft stärker mit Mittelstand und Start‑ups vernetzen.

Das Wirtschaftsministerium hofft mittel- und langfristig auf positive Standortimpulse. Hintergrund ist nicht zuletzt der Wettbewerb mit Bayern. Aus wirtschaftspolitischen Kreisen der CDU Baden-Württemberg heißt es gegenüber Table.Briefings: „Baden-Württemberg hat das Potenzial, in vielen Feldern wieder vorbeizuziehen. Aber dafür braucht es einen klareren wirtschaftspolitischen Führungsanspruch.“ Mit Blick auf Bayern ist die Rede von einem „stärkeren Staatskanzlei-Drive unter Ministerpräsident Söder“.

Eine zentrale Rolle kommt auch der Wissenschaft zu. Neben der Universität Stuttgart rückt insbesondere das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in den Fokus der Landesstrategie. Gemeinsam mit den zwei Fraunhofer‑Instituten in Karlsruhe treibt das KIT unter anderem Projekte zu Drohnen‑ und Drohnenabwehrtechnologien voran, wie KIT-Präsident Jan Hesthaven berichtet. Der KIT-Nordcampus, ursprünglich ein Kernforschungszentrum von 1956, gilt wegen seiner vergleichsweise hohen Sicherheitsinfrastruktur als Standortvorteil. Warum ausgerechnet die IHK Region Stuttgart und die IHK Bodensee-Oberschwaben eine Dachfunktion für das Rüstungs-Ökosystem im Bundesland einnehmen, lesen Sie im Security.Table. Katharina Horban

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Letzte Aktualisierung: 11. Mai 2026