Ende der Cookie-Banner: Digitalwirtschaft wendet sich mit Brief gegen EU-Pläne an den Bund

15. März 2026

Ende der Cookie-Banner: Digitalwirtschaft wendet sich mit Brief gegen EU-Pläne an den Bund. 19 Verbände, darunter der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger sowie der Bundesverband der Digitale Wirtschaft, haben sich in einem gemeinsamen Brief an die deutsche Regierung gewandt. Das Papier liegt Table.Briefings vor. Darin fordern die Verbände, dass die Regierung ihren Einfluss in der Debatte um das EU-Digital-Omnibus-Gesetz geltend macht. Die Deutschen sollen etwa eine geplante Regelung bei den Cookie-Bannern streichen lassen, die vorsieht, dass Nutzer ihre Datenschutzpräferenzen künftig einmalig im Browser festlegen können – und Websites diese automatisch respektieren müssen. Was nach einer Erleichterung für Verbraucher klingt, würde das Geschäftsmodell der datengetriebenen Werbung empfindlich treffen.

Laut den Verbänden drohen den Webseitenbetreibern Umsatzeinbußen, wenn sie keine personalisierte Werbung mehr schalten können. Darauf würde die geplante Regelung aller Voraussicht nach hinauslaufen. Sollte das Tracking des Nutzungsverhaltens über den Browser abgefragt werden, können die Webseiten die Cookie-Banner nicht mehr so gestalten, dass sie die Nutzer suggestiv zur Akzeptanz auffordern. Die Verbände wollen zwar auch gegen die „Cookie-Banner-Müdigkeit“ vorgehen, liefern aber keinen konkreten Vorschlag. Laut einem Papier der EU-Kommission verbringen die Europäer 334 Millionen Stunden pro Jahr mit Cookie-Bannern. Leonard Schulz

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Letzte Aktualisierung: 15. März 2026