Yad Vashem: In Deutschland sollen erste Gedenkstätten außerhalb Israels entstehen

28. Mai 2026

Yad Vashem: In Deutschland sollen erste Gedenkstätten außerhalb Israels entstehen. Hauptstandort soll München werden, zusätzlich ist eine Außenstelle in Leipzig geplant. Das neue Bildungszentrum soll über den Holocaust aufklären und Antisemitismus vorbeugen. Der Vorsitzende von Yad Vashem, Dani Dayan, sagte am Donnerstag, das Bildungszentrum bringe einen „einzigartigen pädagogischen Ansatz“ in Zeiten von Verzerrung, Leugnung und Antisemitismus nach Deutschland. „Je weiter wir uns von der Zeit der Zeitzeugenberichte entfernen, desto wichtiger wird eine historisch fundierte Holocaust-Bildung“, so Dayan.

Die genaue Ausgestaltung der Bildungsstätten soll in den kommenden Monaten erfolgen. Im Bayerischen Kultushaushalt sind laut Staatskanzlei für die Jahre 2026 und 2027 bereits mehr als 200 Millionen Euro veranschlagt, in Sachsen stehen ab 2027 fünf Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Die Idee entstand 2023 bei einem Treffen zwischen Dayan und Olaf Scholz. Nach einer Machbarkeitsstudie wurden Bayern, Sachsen und NRW als mögliche Standorte ausgewählt. Das Bildungszentrum am Karolinenplatz in München soll innerhalb der nächsten drei Jahre eröffnet werden. Welche Pläne es für das Bildungszentrum gibt, lesen Sie im Bildung.Table. Vera Kraft

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Letzte Aktualisierung: 28. Mai 2026