Mondfahrt: Neue US-Strategie setzt Europa unter Zugzwang

TK
26. März 2026

Mondfahrt: Neue US-Strategie setzt Europa unter Zugzwang. Nach Einschätzung von Esa-Generaldirektor Josef Aschbacher muss die EU‑Raumfahrt auf die neue „Ignition“-Strategie der Nasa rasch reagieren. Die US-Raumfahrtbehörde hatte am Dienstag ein rund 20‑Milliarden‑Dollar‑Programm über sieben Jahre angekündigt, das eine dauerhafte Mondbasis vorsieht. Der erste bemannte Landeversuch soll 2028 stattfinden. Gleichzeitig pausiert das Gateway‑Projekt, an dem Europa, Kanada und Japan beteiligt sind. Aschbacher begrüßt die neue Klarheit der US‑Pläne, sieht aber erheblichen Handlungsdruck. Europas Schlüsselbeitrag bleibe das European Service Module (ESM) für die Orion‑Kapsel. Ohne das ESM seien Landungen vor 2028 „nicht möglich“. Sechs Module sind bereits beauftragt; über weitere Lieferungen müsse Europa jedoch erst verhandeln.

Die Pausierung von Gateway zwingt die Esa und ihre Partner zu einer schnellen Neubewertung. Ein erstes Treffen sei einberufen, die Entscheidungen sollen bis Juni für die Mitgliedstaaten aufbereitet werden. Aschbacher warnt vor europäischer Kleinteiligkeit: Die USA investierten sechsmal so viel in Raumfahrt, Unternehmen arbeiteten bereits an KI‑Rechenzentren im All. Europa müsse „extrem schnell“ Trends erkennen und koordiniert handeln – sonst verliere man den Anschluss. Was der Esa-Chef jetzt fordert, lesen Sie im Space.Table. Torsten Kriening

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Letzte Aktualisierung: 26. März 2026