Themenschwerpunkte


„Für die WM hätte es Auflagen wie beim Bau von Staudämmen gebraucht“

Michael Windfuhr ist seit 2011 stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte.

Hat sich die Arbeitsrechtslage in Katar verbessert?
Nach übereinstimmenden Angaben von ILO und Amnesty ja. Formell abgeschafft ist das Kafala-System, bei dem man in einer Art modernen Leibeigenschaft lebt. Zum Ausmaß der Menschenrechtsverstöße kann man schwer etwas sagen, wahrscheinlich sind hunderte, wenn nicht tausende Arbeiter gestorben. Die ILO äußert sich positiv über Katar: Es habe sich viel getan und in der ganzen Golfregion gebe es kein anderes Land mit solchen Fortschritten. Aber es ist wohl kein großer Durchbruch, der jenseits der WM-Stadien alle Wirtschaftssektoren erreicht, und es ist offen, was bleibt, wenn die Scheinwerfer wieder ausgehen.

Jetzt weiterlesen

… und 30 Tage kostenlos dieses Professional Briefing kennenlernen.

Sie sind bereits Gast am ESG.Table? Jetzt einloggen

Mehr zum Thema

    „Afrika-Strategie des BMZ ist eine vertane Chance“
    Frankreich wechselt seine Strategie zur Dekarbonisierung der Industrie
    Steinbeis Papier denkt Recycling bei Produktentwicklung mit
    M23-Rebellion im Ostkongo: „Konfliktfreie“ Lieferketten sorgen nicht für Frieden