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Chinas kompliziertes Verhältnis zu seinen Superreichen

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  • Seit Alibaba-Gründer Jack Ma im Oktober 2020 die chinesische Finanzpolitik offen kritisierte, ist das Verhältnis zwischen Peking und Chinas Superreichen angespannt.
  • Die strikte Null-Covid Politik und das harte Vorgehen gegen Chinas Internetfirmen haben den 100 reichsten Chinesen schwer zugesetzt: Ihr Vermögen ist bis 2022 um 39 Prozent gesunken.
  • Auch durch das Konzept des „gemeinsamen Wohlstands“ zur gerechteren Umverteilung von Reichtum stehen Privatunternehmer unter erheblichem Druck.
  • Wenig überraschend hat es die Unternehmer im Bereich E-Commerce und soziale Medien am härtesten getroffen, darunter Ma Huateng (Tencent), Jack Ma (Alibaba), Huang Zheng (auch Colin Huang/Pinduoduo) und Wang Wei (SF Express).
  • Im internationalen Vergleich sind die reichsten Chinesen nicht ganz so „reich“ – unter den zehn reichsten Menschen weltweit ist kein einziger Chinese. Unter den 50 reichsten der Welt sind es nur fünf (im Vergleich zu 24 aus den USA).
  • Die Umsetzung des „gemeinsamen Wohlstands“ schreitet weiter voran, durch Debatten und Pilotprojekte über die Einführung einer Vermögens- und Erbschaftssteuer.
  • Solange die Wirtschaftslage weiterhin schwierig ist, wird die Regierung in Peking jedoch vorsichtig mit solchen Steuerreformen sein.
  • Wenn sie Xi Jinpings Ideologie der „neuen Ära“ unterstützen, ist es Superreichen auch weiterhin gestattet, ihren Reichtum zu vergrößern.
  • Aufgrund all dieser Entwicklungen haben einige reiche Chinesen entschieden, das Land zu verlassen. Im Jahr 2022 kehrten etwa 10.000 beziehungsweise ein Prozent aller Reichen der Volksrepublik den Rücken.

Sinolytics ist ein europäisches Beratungs- und Analyseunternehmen, das sich auf China spezialisiert hat. Es berät europäische Unternehmen bei der strategischen Ausrichtung und den konkreten Geschäftsaktivitäten in der Volksrepublik.

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