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Ausbaupläne für erneuerbare Energien

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  • Laut einer IEA-Studie von 2021 kann der Anteil erneuerbarer Energien (hauptsächlich Wind- und Solarkraft) an der gesamten Stromerzeugung in China von etwa 25 Prozent in 2020 auf 40 Prozent in 2030 und 80 Prozent in 2060 steigen, wenn China seine eigenen Klimapläne umsetzt.
  • Diesen Prognosen liegt unter anderem der vom Staatsrat 2021 angekündigte Aktionsplan für einen CO2-Peak bis 2030 zugrunde. Der Plan sieht vor, die Gesamtkapazität der Wind- und Stromerzeugung in China von 2021 bis 2030 zu verdoppeln. Infolgedessen ist mit einem verstärkten Fluss staatlicher und privater Investitionen in den Ausbau der EE-Kapazitäten in China zu rechnen.
  • Gleichzeitig muss auch der Verbrauch von EE deutlich ausgebaut werden. Daher haben die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) und die Nationale Energiebehörde (NEA) ein Quotensystem eingeführt. Demnach soll jedes Jahr die Quote des EE-Stromverbrauchs erhöht werden. Bis 2030 soll diese landesweit 40 Prozent erreichen. Lokale Regierungen, die derzeit unter diesem Niveau liegen – darunter Beijing, Tianjin und Hebei – stehen unter steigendem Druck, den lokalen EE-Verbrauch schnell zu erhöhen.
  • Eine aktuelle Richtlinie der NDRC zielt zudem darauf ab, den Verbrauch grüner Energie durch Unternehmen zu fördern. Auch ausländische Firmen werden ausdrücklich dazu angehalten, grüne Energie über mittel- und langfristige Stromabnahmeverträge zu beziehen.
  • Chinas größter Netzbetreiber State Grid führt daher derzeit einen optimierten Beschaffungsprozess für grüne Energien für Unternehmen ein, die ihre CO2-Bilanz verbessern und einen Beitrag zur Dekarbonisierung Chinas leisten wollen. Auch führte China im September 2021 ein eigenes Handelssystem für Ökostrom ein.

Sinolytics ist ein europäisches Beratungs- und Analyseunternehmen, das sich ganz auf China konzentriert. Es berät europäische Unternehmen bei der strategischen Ausrichtung und den konkreten Geschäftsaktivitäten in China.

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