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Jin Liqun

Jin Liqun, Präsident der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank AIB.
Präsident der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank

Jīn Lìqún (金立群) redet lieber über Literatur als über Politik: „Schon als Kind war es mein Traum, einmal Professor zu werden. Ich liebte es, mich mit Büchern zu beschäftigen und war nicht gut im Umgang mit Menschen.“ Wie die meisten Intellektuellen seiner Generation – Jin ist Jahrgang 1949 – prägte ihn seine Zeit in einer landwirtschaftlichen Arbeitseinheit, wo er als junger Mann zehn Jahre verbrachte. Dort lernte er viel über die Sorgen und Wünsche der Landbevölkerung, doch sein eigentliches Interesse galt der englischen Literatur. Er verbrachte die Nächte neben dem Radio, hörte BBC und las englische Klassiker. Als die chinesischen Universitäten nach der Kulturrevolution wieder öffneten, ging Jin direkt an die Pekinger Fremdsprachenuniversität und studierte englische Literaturwissenschaften. Noch heute zitiert er gern William Faulkner, Jane Austen oder T.S. Eliot – in fließendem Englisch, versteht sich.

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