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Polestar: Klimaneutrales Auto bis 2030

Unter dem Namen „Polestar 0“ plant das gleichnamige Gemeinschaftsunternehmen des schwedischen Automobilherstellers Volvo und seiner chinesischen Mutterfirma Geely einen serienreifen Pkw mit Netto-Null-Emissionen. Das Projekt wurde bereits im April 2021 gestartet. Nun hat Polestar erste Kooperationspartner bekannt gegeben. Darunter sind der deutsche Zulieferer ZF, der schwedische Stahlkonzern SSAB und der norwegische Aluminiumproduzent Hydro, sowie die Unternehmen ZKW und Autoliv. In einem öffentlichen Aufruf auf seiner Internetseite sucht Polestar bis zum 23. März zudem weitere Mitstreiter und Forscher, die sich beteiligen wollen.

Polestar wurde 2017 als Joint Venture von Geely und Volvo gegründet und ist eine reine Elektroauto-Marke. Für den „Polestar 0“ will das Unternehmen nicht auf Kompensationszertifikate zurückgreifen, um Emissionen auszugleichen. Stattdessen soll CO₂ im gesamten Produktionsprozess vermieden werden. Das schließt unter anderem die Rohstoffgewinnung, die Materialveredelung und -herstellung sowie den Transport ein. 

Das Unternehmen kritisiert eine mangelnde Transparenz in der Automobilbranche. Für Verbraucher sei ein Vergleich der Klimaauswirkungen von Fahrzeugen dadurch fast unmöglich. Ein wesentliches Problem seien die unterschiedlichen Berechnungsmethoden, die von verschiedenen Autoherstellern für Ökobilanzen verwendet werden. Polestar fordert eine Einigung der Branche auf vergleichbare Berechnungsmethoden.

Polestar selbst gibt den CO2-Fußabdruck seiner Fahrzeuge genau an. Demnach verlässt ein neuer Polestar 2 die Fabrik mit einer CO2-Bilanz von 26 Tonnen. Schuld an der schlechten Energiebilanz des E-Autos ist die Batterie. Beim Volvo XC40, einem vergleichbaren Modell mit Verbrennungsmotor, ist der Fußabdruck in der Produktion geringer. Nach 50.000 Kilometern Fahrt wird das Elektroauto gegenüber dem Verbrenner allerdings klimafreundlicher. jul

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