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Huawei baut smarten 5G-Bahnhof in Ungarn

Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei und der britische Telekommunikationskonzern Vodafone bauen in Ungarn einen smarten 5G Bahnhof für Frachtzüge. Gemeinsam mit der ungarischen Logistikfirma East-West Gate Intermodal Logistics soll dieser auf einer Fläche von 85 Hektar in Fényeslitke im Osten des EU-Staats entstehen. Das berichten chinesische Staatsmedien.

Nach der Fertigstellung soll der Eisenbahnknotenpunkt der „größte intelligente multimodale“ Bahnhof in Europa werden, der ein privates 5G-Netz für die interne Kommunikation und den Betrieb technologischer Geräte nutzt. In Fényeslitke soll das Netz beim Betrieb der selbstfahrenden Riesenkräne am Terminal zum Einsatz kommen. Die Arbeiter kontrollieren die Kräne und die Verladevorgänge demnach nur noch per Video und nicht mehr direkt vor Ort im Kran. Der Verladebahnhof soll dem Bericht zufolge bis zu eine Million Zwanzig-Fuß-Standardcontainer (TEU) pro Jahr abfertigen können. Der Baubeginn ist für das kommende Jahr geplant.

Der Einsatz von Huaweis 5G-Technologie wird von den Regierungen in mehreren EU-Ländern kritisch gesehen. Zun den Kritikern gehören Litauen und Schweden. Die ungarische Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán ist dagegen chinesischer Technologie gegenüber betont aufgeschlossen eingestellt.

Dass die Zusammenarbeit mit China nicht zum Nachteil Ungarns ist, muss das ungarische Außenministerium nun offenbar im Fall der Zugstrecke zwischen Budapest und Belgrad beweisen: Ein Gericht hatte vergangene Woche entschieden, dass das ungarische Ministerium den Kreditvertrag zu dem Bauprojekt veröffentlichen muss. Die Abgeordnete Bernadett Szél hatte auf die Veröffentlichung der Finanzierungsabmachung zwischen Budapest und Peking geklagt, da der Kredit für die Zugstrecke mit Steuergeldern finanziert wird. Das Ministerium hatte zuvor erklärt, der Vertrag werde nicht öffentlich zugänglich gemacht, weil dies Einfluss auf außenpolitische Interessen Ungarns hätte, wie Szél auf ihrer Facebook-Seite schrieb. Das Ministerium bekam vom Gericht nun eine Frist von 15 Tagen, um den Darlehensvertrag zu veröffentlichen. ari

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