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Peking weitet Dieselproduktion aus

China hat seit September die Produktion von Diesel hochgefahren und damit im eigenen Land und auf den regionalen Exportmärkten für dringend benötigten Nachschub gesorgt. Der Staat habe die Produktionsausweitung durch die Staatskonzerne China National Petroleum Corporation (CNPC) und China Petroleum & Chemical Corporation (Sinopec) koordiniert, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Die staatlichen Raffinerien werden im Dezember rund 210.000 Tonnen Diesel exportieren, schreibt Bloomberg unter Berufung auf den Energiemarktinformationsanbieter JLC.

In den vergangenen Monaten hatte sich China weitgehend aus dem Exportgeschäft zurückgezogen, um zunächst die eigene Nachfrage zu stillen. Dieser Rückzug fiel mit einer Erholung der Nachfrage und weltweit schrumpfenden Dieselvorräten zusammen. Kunden versuchten daher verstärkt in Indien und Südkorea Diesel einzukaufen. Die gesteigerte Nachfrage hat neben einem zumindest vorübergehenden Nachlassen der Coronapandemie laut Bloomberg weitere Gründe. In China stieg der Bedarf seit September saisonal bedingt durch eine stärkere Nachfrage aus der Fischerei und für die Ernte. Außerdem setzten Betriebe in ganz China angesichts von Stromrationierungen auf Dieselgeneratoren.

Die Dieselproduktion in China stieg bereits im Oktober gegenüber dem Vormonat um 12,4 Prozent auf 14,52 Millionen Tonnen, wie das Wirtschaftsmagazin Caixin schreibt. Der Trend habe sich im November fortgesetzt, berichtet das Blatt ebenfalls unter Berufung auf JLC. Die Nachfrage auch aus der Bau- und Logistikbranche nach Diesel bleibe robust. Die Preise liegen ebenfalls hoch. Daher versorgten sich manche der vielfach auf eigene Rechnung operierenden Lastwagenfahrer Chinas zuletzt über den Schwarzmarkt. Diesel an der Tankstelle war ihnen schlicht zu teuer geworden. ck

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