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Hoher Anstieg der Erzeugerpreise

Wegen teurer Rohstoffe, Stromknappheit und anhaltender Lieferengpässen haben die chinesischen Industriebetriebe ihre Preise im Oktober so stark angehoben wie seit 26 Jahren nicht mehr. Die Produzentenpreise stiegen um 13,5 Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistikamt am Mittwoch in Peking mit. Ökonomen hatten lediglich mit einer Teuerungsrate von 12,4 Prozent gerechnet, nachdem sie im September bei 10,7 Prozent gelegen hatte (China.Table berichtete). Die Erzeugerpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. Auf die Verbraucherpreise haben sich die Preissteigerungen noch nicht ausgewirkt. Sie legten im Oktober um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu.

Die höheren Preise in China werden auch die deutschen Verbraucher zu spüren bekommen. Denn China ist für Deutschland inzwischen der größte Importeur, nicht zuletzt auch vieler vorindustrieller Produkte. 2020 summierten sich die gesamten Einfuhren aus der Volksrepublik auf 116,3 Milliarden Euro. flee

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