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Xiaomi: Lackmustest für Biden

Sehr lange war Xiaomi einer der großen Gewinner des US-Embargos gegen chinesische Unternehmen. Im dritten Quartal 2020 machte Xiaomi erstmals in seiner zehnjährigen Geschichte mehr als die Hälfte seines Umsatzes (55 Prozent) außerhalb Chinas. Dass lag auch daran, dass viele Huawei-Nutzer in den vergangenen Monaten zu einem Xiaomi-Handy wechselten. Der wichtigste Grund: Huawei, das gerade auf dem besten Weg war, sich beim Smartphone-Absatz an die Weltspitze zu setzen, wurde von den US-Sanktionen schwer getroffen. In Europa – dem größten Überseemarkt von Huawei – gingen die Lieferungen im dritten Quartal 2020 um 25 Prozent zurück. Währenddessen stiegen sie bei Xiaomi um 88 Prozent. Bei Xiaomi hat man sich Anfang November schon gefreut, als sich abzeichnete, dass Trump die Wahl verlieren würden. Doch die Manager hatten nicht damit gerechnet, dass Trump im freien Fall noch um sich schlagen würde. Am 14. Januar dieses Jahres ließ er sie mit einer Reihe anderer Firmen auf die schwarze Liste setzen. Das US-Verteidigungsministerium bezeichnet darin neun chinesische Firmen als „Kommunistische chinesische Militärunternehmen“.

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