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Lockdown verursacht Berge von Müll

Plastik-Abfall als Begleiterscheinung von Ausgangssperren - durch die Lockdowns ist in China viel Müll entstanden.
Plastik-Abfall als Begleiterscheinung von Ausgangssperren
Bild von Ning Wang

Chinas Metropolen wie Peking und Shanghai waren in den vergangenen Jahrzehnten immer sauberer geworden. Ecken, in denen der Abfall wochenlang rumlag, waren fast ganz aus dem inneren Stadtbild verschwunden. Bis zur jüngsten Runde von Corona-Ausgangssperren. Eine Flut von Müll belastet während der Lockdowns nicht nur die teils überbelastete Abfallentsorgung, sondern sie gefährdet auch die Recyclingziele der Regierung.

Im April waren etwa 373 Millionen Menschen in 45 chinesischen Metropolen im Lockdown oder teilweise vom Lockdown betroffen, so die Ökonomen des japanischen Wertpapierhauses Nomura. Die 25-Millionen-Einwohner-Metropole Shanghai steckt nach zwei Monaten immer noch im Lockdown fest. Wegen der Einschränkungen haben all diese Menschen mehr online bestellt. Von Lebensmitteln bis zu Windeln wurden dementsprechend viel mehr Verpackungen verwendet als sonst, auch weil sich immer noch hartnäckig der Irrglaube hält, dass das Virus auch über Oberflächen übertragen werden kann (China.Table berichtete). Viele Chinesen glauben, dass mehr Verpackung gleichbedeutend mit mehr Hygiene ist, weswegen Lieferungen doppelt und dreifach in Plastiktüten verschnürt werden. Das ist nicht rational, aber Pandemiebekämpfung ist auch nicht immer rational.

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