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Herbe Niederlage für Tsai Ing-wens DPP

Wahlen in Taiwan: Zehntausende KMT-Anhänger versammelten sich am Abend vor der Wahl in Taipeh, um für ihren Kandidaten Chiang Wan-an zu werben. Tsai Ying-wen trat nach dem schwachen Wahlergebnis für die DPP als Parteivorsitzende zurück.
Zehntausende KMT-Anhänger versammelten sich am Abend vor der Wahl in Taipeh, um für ihren Kandidaten Chiang Wan-an zu werben

Noch am Samstagabend trat Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen im Hauptquartier der Demokratischen Fortschrittspartei DPP in Taipeh vor die Presse und übernahm die politische Verantwortung für die Niederlage ihrer Partei. Bei den sogenannten 9-in-1-Wahlen (九合一選舉) stimmten die Bürger über 21 Bürgermeister-, Landrats- und rund 11.000 Gemeinderatsposten ab. Die Kommunal-Wahlen zeigen aber auch, wie zufrieden die Bevölkerung mit der Regierung ist – ein bisschen wie bei den Midterms in den USA. „Die Ergebnisse haben unsere Erwartungen nicht erfüllt“, räumte Tsai ein und erklärte ihren sofortigen Rücktritt vom Amt der Parteivorsitzenden. Ein Rücktrittsgesuch ihres Regierungschefs Su Tseng-chang (蘇貞昌) hatte sie abgelehnt. In 13 der 21 Kreise und Städte hatten KMT-Kandidaten eine Mehrheit der Stimmen erzielt – Tsais DPP dagegen nur in fünf.

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