270 Millionen für sieche Software

Bayern hat offenbar 270 Millionen Euro für die Programmierung einer Schulsoftware in den Sand gesetzt. Das ist das Ergebnis einer Ausschusssitzung des bayerischen Landtags und vielfältiger Berichte des Obersten bayerischen Rechnungshofs. Das Ziel der beiden Programme  „Amtliche Schuldaten“ und „Amtliche Schulverwaltung“ war es, fortlaufend aktuelle Daten „quasi auf Knopfdruck“ zu erhalten. Aber dieses Ziel wurde verfehlt, vor allem aber sind die Kosten und die Termine völlig aus dem Ruder gelaufen. Statt wie ursprünglich geplant elf Millionen Euro wird die Software am Ende 270 Millionen Euro gekostet haben – und sie wird ein Vierteljahrhundert gedauert haben. „Sicher ist nicht alles ganz rund gelaufen“, räumte Stefan Graf, der mächtige Amtschef des bayerischen Kultusministeriums, ein. Die Prognosen hätten sich „nicht ganz als zutreffend erwiesen“. 2028 soll das Projekt, das bereits 2009 hätte abgeschlossen sein sollen, nun fertig werden – so sagt es das Kultusministerium voraus. Viele Beobachter raten allerdings dazu, dem Schrecken ein Ende zu setzen. 

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