Jeder vierte will mehr digitale Bildung

Eco Bayern zu digitaler Bildung: Welche dieser Themen sollten Ihrer Meinung nach im neuen Schuljahr behandelt werden

Die Schule in Baden-Württemberg und Bayern hat am Montag begonnen, und es fehlen nicht nur tausende Lehrer, sondern auch mehr digitale Bildung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Eco-Verbandes der Internetwirtschaft. In den beiden Südländern gab ein Viertel der Befragten an, dass ihnen die Investitionen und das Engagement in digitale Bildung nicht reichen. Baden-Württemberg ist gerade dabei, seine Lernmanagementsysteme zu erneuern, Bayern hat einen groß angelegten digitalen Schulversuch mit 250 Schulen gestartet.

Die Umfrage des Lobbyverbandes brachte eine Reihe von überraschenden Ergebnissen. Das Meinungsforschungsinstitut Civey stellte im Auftrag von Eco die Frage: „Welche dieser Themen sollten Ihrer Meinung nach im neuen Schuljahr behandelt werden?“ Daraufhin setzten 2.500 Abstimmende „Mobbing und Hass im Netz begegnen“ auf Platz 1. 64 Prozent der Befragten votierten dafür. Bereits auf Platz 2 folgt: „Datenschutz und Sicherheit im Netz“ (59 Prozent). Offenbar denkt eine Mehrheit der Bevölkerung anders über Datenschutz als eine kleine Gruppe von Nutzern riskanter Produkte. Grundbegriffe der Digitalisierung sowie Digitalisierung & Nachhaltigkeit folgen auf den Plätzen drei und vier. Und mit 26 Prozent kommt mit „Programmierung & Datenanalyse“ ein Technik-Thema im engeren Sinne. Nur 7 Prozent der Befragten interessierten sich für Digitale Kunst in 3D.

Auch bei der Frage, wann Kinder digitale Spiele und Geräte für das Lernen nutzen sollten, entstand ein eher digitalkonservatives Antwortmuster. 45 Prozent der Befragten sind dafür, zwischen dem sechsten und dem zehnten Lebensjahr mit digitalen Spielen und Lernanwendungen zu beginnen. 18 Prozent wollen dies erst nach dem zehnten Lebensjahr. Für digitales im Vorschulalter sind 24 Prozent. red

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