Berlins Schulverwaltung stellt Vervielfältiger ein

Man sieht eine Stellenausschreibung für den Job Vervielfältiger, ausgeschrieben von der Schulverwaltung in Berlin

Das Programm für IT-Administratoren der Bundesregierung kommt nicht vom Fleck, aber Bediener für Kopierer werden eingestellt. Eine Berliner Schule hat die Stelle eines Vervielfältigers ausgeschrieben. Zentrale Kompetenz für die nach E3 dotierte Stelle, die „ab sofort und unbefristet“ besetzt werden soll, sei „die Fähigkeit zur Bedienung des Fotokopierers, Risographen und anderer in der Reprostation vorhandener Geräte“. Risographen sind Kopierer, die mit Siebdrucktechnik arbeiten. Die Leiterin der Hermann-von-Helmholtz-Sekundarschule in Neukölln, wo der Kopist gebraucht wird, wollte sich gegenüber Bildung.Table nicht äußern. Regina Kittler, bildungspolitische Sprecherin der den Senat tragenden Linken-Fraktion, zeigte sich verwundert über die Ausschreibung. „Ich dachte, wir sind im 21. Jahrhundert. Hat diese Schule ein besonderes Profil für Kunst, die gedruckt werden muss?“ Auch die grüne Bildungspolitikerin und Abgeordnete Stefanie Remlinger war konsterniert: „Ich habe die Ausschreibung zunächst für Realsatire gehalten.“

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